Günther Serien: „Das ist eine Katastrophe“

Radwegbau zwischen Warthe-Kreisel und Kuhfelde nicht vor 2023

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Vom Warthe-Kreisel bei Salzwedel (im Bild) bis nach Kuhfelde soll an der B 248 seit Jahren ein begleitender Radweg gebaut werden, doch es gibt bis heute Probleme mit dem Erwerb der erforderlichen Grundstücksflächen.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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An der Bundesstraße 248 zwischen Kuhfelde und Salzwedel soll seit Jahren ein begleitender Fahrradweg gebaut werden, doch das Vorhaben konnte bis heute nicht verwirklicht werden, weil es Probleme mit dem Erwerb von Grundstücksflächen gab und immer noch gibt. Nach aktuellem Stand wird es wohl mindestens noch bis 2023 dauern, bis der Radweg endlich realisiert werden kann, hieß es im jüngsten Kuhfelder Gemeinderat.

Kuhfelde. „Der Fahrradweg von Kuhfelde nach Salzwedel soll seit 30 Jahren gebaut werden. Man kann nicht mit dem Rad in die Kreisstadt fahren“, machte Lothar Krause aus Vitzke seinem Ärger in der Einwohnerfragestunde Luft.

Und damit war er noch nicht fertig. „Müssen wir uns als besorgte Bürger mit den Fahrrädern erst für eine halbe Stunde auf die Straße stellen, bis endlich etwas passiert?“, fragte er und brachte auch einen Ausbau des Weges durch den Ferchau ins Spiel, um Kuhfelde auch für Radler an Salzwedel anzubinden. Kuhfeldes Bürgermeister Günther Serien erwiderte: „Das Thema Radweg ist eine Katastrophe. Jetzt liegt das Baurecht vor, und es gibt Grunderwerbsverhandlungen. Aber ein Besitzer will nicht verkaufen. Dann gibt es ein Enteignungsverfahren, das wird aber nicht vor 2023, hieß es von der Landesstraßenbaubehörde.“

Was den Vorschlag von Lothar Krause zum Ausbau des Weges durch den Ferchau betrifft, so zeigte sich der Bürgermeister dafür offen: „Da muss man drüber nachdenken, zumindest über einen Teilausbau für Fahrräder.“

Krause sagte, es sei im Rat schon vor 30 Jahren entschieden worden, dass der Radweg gebaut werden soll. Darauf sagte Günther Serien: „Das Land Sachsen-Anhalt entscheidet, wann was gemacht wird. Wir haben da null Einfluss drauf.“ Erneut meldete sich Lothar Krause zu Wort: „Da haben wir also 30 Jahre verpennt.“

Ein anderer Einwohner, der als Gast die Gemeinderatssitzung verfolgte, hatte noch einen anderen Vorschlag, um den Radweg von Kuhfelde nach Salzwedel zu realisieren.

„Beim Radweg von Salzwedel nach Mahlsdorf hat man auch angefangen zu bauen, obwohl ein Anlieger nicht verkaufen wollte. Der Lückenschluss wurde erst später gemacht. Das könnte man doch in Kuhfelde auch so machen“, meinte er.

Der Lückenschluss zwischen dem Warthe-Kreisel bei Salzwedel und Kuhfelde wird seit 16 Jahren geplant und vorbereitet. Seit 2020 liege Baurecht vor, hatte Peter Mennicke vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales aus Magdeburg mitgeteilt (AZ berichtete).

Die Landesstraßenbaubehörde (LSBB) führe gegenwärtig Grunderwerbsverhandlungen mit den betroffenen Eigentümern. Wann mit dem Bau begonnen werden könne, lasse sich heute noch nicht belastbar einschätzen, hatte Mennicke Anfang Oktober auf AZ-Anfrage erklärt.

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