Von Platz 450 auf 17 vorgerückt

Radweg von Apenburg nach Recklingen könnte bald weitergebaut werden

Der Radweg von Recklingen nach Apenburg an der Landesstraße 11 endet derzeit bereits am letzten Haus in Recklingen. Doch ein weiterer Ausbau ist nun in greifbare Nähe gerückt, da der Weg auf der Prioritätenliste des Landesradwegeverkehrsplans von Platz 450 auf 17 gesprungen ist.
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Der Radweg von Recklingen nach Apenburg an der Landesstraße 11 endet derzeit bereits am letzten Haus in Recklingen. Doch ein weiterer Ausbau ist nun in greifbare Nähe gerückt, da der Weg auf der Prioritätenliste des Landesradwegeverkehrsplans von Platz 450 auf 17 gesprungen ist.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Apenburg – Der Radweg von Recklingen nach Apenburg an der Landesstraße 11 endet derzeit schon am letzten Haus in Recklingen. Doch nun gibt es neue Hoffnung, dass der Weg bald weitergebaut werden könnte.

Denn im neuen Landesradwegeverkehrsplan ist die Verbindung sehr weit nach oben gerückt.

Es habe ein Treffen mit der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) gegeben, an der auch Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe teilgenommen habe, informierte Bürgermeisterin Ninett Schneider während der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Apenburg-Winterfeld. Der Radweg von Apenburg nach Recklingen stehe nun im aktuellen weiteren Bedarf und sei in der Prioritätenliste von Platz 450 auf 17 vorgerückt. „Es ist also gar nicht undenkbar, dass wir da reinfallen“, sagte Schneider zum möglichen Weiterbau des Radweges.

Nun kommt das Aber. Zwar habe die LSBB Geld für den Bau des Radweges, aber derzeit gebe es bei der Behörde keine Planungskapazitäten. „Wir als Gemeinde können es über das Bauamt der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf planen, das würde die LSBB auch bezahlen. Aber auch bei der Verbandsgemeinde fehlt momentan das Personal.“ Es gehe erst mal nur um den Anschub, um die Koordination und die Zuarbeit vor Ort, die sonst das Bauamt leiste. Das Planungsbüro zu beauftragen und die Ausschreibung seien Sache der LSBB.

Doch bevor überhaupt geplant werden kann, muss ein anderes Problem gelöst werden. Schneider: „Die Grundstücksangelegenheiten zu klären, ist das Wichtigste.“ Die Grundstücke gehören der Kirche und mehreren privaten Besitzern. Die Bürgermeisterin sprach sich dafür aus, schon jetzt das Gespräch mit den Eigentümern zu suchen. Zudem müsste man das laufende Apenburger Bodenordnungsverfahren mit einbeziehen. Flächen, die für den Radweg benötigt würden, seien im Verfahrensgebiet enthalten. Wenn die Gemeinde das Gelände erwerben würde, könnte dies den Radwegbau beschleunigen, betonte Schneider.

Ratsmitglied Peter Warlich gab der Bürgermeisterin recht: „Ich sehe das genauso. Wir sollten mit dem ALFF (Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten, d. Red.) sprechen, damit das schnell wie möglich über die Bühne geht.“ Auch Ratsherr Detlef Jürges sah das ähnlich: „Das sollte gleich in der Flurneuordnung so geplant werden.“

Letzten Endes stellte die Bürgermeisterin den Radwegbau von Apenburg nach Recklingen zur Abstimmung, und der Rat sprach sich einstimmig dafür aus, das Projekt weiter zu verfolgen. „Der Radweg ist nicht nur als Verbindung zwischen den beiden Orten wichtig, sondern auch, um die Kitas, die Schulen und das Waldbad anzubinden“, teilte Ninett Schneider mit. Mit dem Rad könne man auch Ärzte oder Gaststätten in Apenburg und Winterfeld erreichen.

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