Lernen aus der Überschwemmung

Problemecken Friedhofsstraße und Stadtweg in Jübar im Visier

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Problemecke Friedhofsstraße und Stadtweg Jübar: Der Friedhof liegt direkt in der „Einflugschneise“ des Wassers vom Feld.

Jübar – „So kann es nicht weiter gehen“, betonte Kurt Ziebell aus Jübar und schloss sich damit bereits der Meinung vieler Anwohner aus der Ortsmitte an.

Lernen aus der Überschwemmung – oder besser den beiden aufeinander folgenden Überschwemmungen im Ort nach zwei Unwettergüssen mit Starkregen.

Die AZ ging in Jübar vor Ort auf Spurensuche nach den Ursachen und wurde prompt in der Ortsmitte fündig, Die Problemecke befindet sich zwischen Friedhofsstraße und Stadtweg in Jübar.

Hier waren auch das kleine Eichenwäldchen mitten im Ort sowie Teile des Friedhofes nach den Sturzgüssen unter Wasser (wir berichteten). In Jübar ergab sich bei der Vor-Ort-Recherche ein ähnliches Bild wie bei den Schäden im Ortsteil Lüdelsen: Das Wasser sammelt sich auf einem zwischen dem Sportplatz und dem Friedhof gelegenen Maisfeld. Das Feld am Jübarer Stadtweg hat Gefälle zum Ort hin. Bei großen Niederschlagsmengen können die Wurzeln der jungen Maispflanzen und der sandige Boden das Wasser nicht schnell genug aufnehmen. Es fließt den Acker hinunter in Richtung Ortsmitte.

Die Straßen und Gossen bilden dabei Kanäle in Richtung Hauptstraße, bis sich die sandige Flut schließlich im tiefsten Punkt sammelt: Dem Friedhof und dem Areal unter den Jübarer Eichen gleich hinter der Friedhofsstraße. Die Mulde im Eichenwäldchen bildet dabei ein natürliches Auffangbecken. Die Gemeinde will nun vermitteln. „Wir können und müssen als Kommune alle Beteiligten an einen Tisch bringen, um nach einer Lösung zu suchen“, kündigte Jübars Vize-Bürgermeister Lutz Peters im an.

Eine Lösung könnte, ebenso wie bei dem Maisfeld-Problem in Lüdelsen, ein Regen-Auffangbecken sein. Auch ein Damm kommt hier in Frage. Vor allem die Landwirte sind im Sinne der Anwohner gefordert, ähnliche Schäden wie bei den beiden vorangegangenen Fluten zu vermeiden. Und das vor allem, weil viele Dorfbewohner keine geeignete Schadens-Absicherung durch eine Versicherung haben.

VON KAI ZUBER

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