„Generalsanierung muss erfolgen“

Planung für Bauarbeiten an Grundschule Jübar läuft

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Die Grundschule in Jübar soll saniert werden. Zurzeit läuft die Planung dafür. Spätestens bis zum Jahresende muss der Fördermittelantrag gestellt werden. Wenn alles glatt geht, könnten noch 2020 die Bauarbeiten beginnen.

Jübar – Die Grundschule in Jübar soll saniert werden. Geht alles nach Plan, könnten die Bauarbeiten noch 2020 beginnen.

„Zurzeit läuft die Detailplanung, die muss bis Ende des Jahres fertig sein“, sagte Michael Olms, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf, auf Nachfrage der AZ. Die Planung müsse zusammen mit dem Fördermittelantrag spätestens bis zum Jahresende beim Landesverwaltungsamt als Fördermittelgeber eingereicht werden.

Der VG-Rat hatte während seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Fördermittelantrag fristgemäß zu beantragen. Das Land Sachsen-Anhalt gewährt finanzschwachen Kommunen Zuwendungen aus Bundesmitteln für Investitionen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur. Diese betragen für die VG insgesamt 341 125 Euro.

Ausschuss war vor Ort

Die Mittel können für die Sanierung und den Umbau von Schulgebäuden beantragt werden. Förderfähig ist alles, was mit dem Gebäude fest verbunden ist. So ist geplant, in der Grundschule Jübar die Elektroanlage mit diesen Mitteln zu erneuern.

Bereits im Januar dieses Jahres hatte sich der Einrichtungs- und Sozialausschuss des VG-Rates in der Schule umgesehen, „um die Notwendigkeit der Sanierung vor Augen zu führen“, erklärte Olms. Die Elektroanlage befinde sich auf dem Stand von vor 50 Jahren, als das Gebäude errichtet wurde. Die Heizung sei auch schon mehr als 30 Jahre alt. Und was Brandschutz und Sicherheit betrifft, entspreche die Schule ebenfalls nicht mehr den heutigen Anforderungen. Dafür gab der VG-Bürgermeister ein Beispiel: „Die Neonröhren haben keinen Schutz mehr.“ Wenn dort etwas dagegen komme, würden die Splitter herunterfallen. Das Fazit lautet daher für Michael Olms: „Es muss eine Generalsanierung erfolgen. Das wird eine sehr komplexe Maßnahme sein.“

Zu den Gesamtkosten konnte Olms noch keine genauen Angaben machen. Erst nach der Detailplanung stehe fest, wie viel ausgegeben werden müsse. Die 720 000 Euro, von denen schon einmal die Rede war, seien nur eine „grobe Kostenschätzung“. Diese Summe könne sich durchaus noch verändern.

Für die Durchführung der Bauarbeiten gebe es zwei Optionen. Die bessere sei ein freies, entkerntes Gebäude. Dazu müssten die derzeit 77 Schüler allerdings in eine andere Schule umziehen. Die zweite Variante sei die Sanierung bei laufendem Schulbetrieb - mit allen Nachteilen, die sich daraus ergeben würden, wie Baulärm und andere Einschnitte.

Fest steht für den VG-Bürgermeister: „Die Sanierung der Grundschule Jübar hat oberste Priorität in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf. So schlecht wie dort sieht es sonst nirgendwo aus.“ Deshalb stehe auch die komplette Sanierung der Bildungseinrichtung auf dem Programm.

„Die Schule soll für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre fit gemacht werden“, sagte Michael Olms.

VON CHRISTIAN REUTER

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