Planer soll beauftragt werden

Horterweiterung in Beetzendorf: Weiterhin mehrere Varianten im Gespräch

Bolzplatz neben der Grund- und Sekundarschule Beetzendorf
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An der Beetzendorfer Grund- und Sekundarschule (im Hintergrund) befindet sich ein Bolzplatz, den sich Ratsherr Mario Rosenbaum und auch einige Eltern als Baufläche für die Horterweiterung vorstellen können.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Der Beetzendorfer Hort platzt aus allen Nähten und muss dringend durch einen Neubau erweitert werden (AZ berichtete). Um dieses Vorhaben möglichst noch in diesem Jahr umzusetzen, hat der Planungs-, Bau- und Vergabeausschuss des Verbandsgemeinderates Beetzendorf-Diesdorf während seiner jüngsten Sitzung am Mittwoch, 12. Mai, einstimmig beschlossen, den VG-Rat zu ermächtigen, ein Planungsbüro zu beauftragen. 

„Es geht dabei um die Vorplanung für die Variante, die der Verbandsgemeinderat am 9. Juni beschließt und um Kosten von etwa 40.000 Euro“, erklärte VG-Bürgermeister Michael Olms.

Dem Beschluss vorausgegangen war eine teils recht kontroverse Diskussion, bei der nicht nur die anwesenden Eltern und Hortvertreter ihre Zweifel hatten, ob es wirklich darum geht, die für die Kinder beste Variante einer Horterweiterung zu finden. Michael Olms erinnerte daran, dass der VG-Sozialausschuss einen festen Neubau mit 120 Quadratmetern Betreuungsfläche für eine Bruttosumme von 400.000 Euro empfohlen habe. Und er verwies darauf, dass die Investitionen bis zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen werden müssten und dadurch der Zeitdruck immer größer werde. „Wer jetzt anfangen will mit Bauen, muss sportlich sein, wenn er bis zum 31. Dezember fertig werden will“, verdeutlichte der VG-Bürgermeister.

Er sprach sich dafür aus, den Neubau auf der Fläche zu errichten, auf der sich seit 2015 schon der Hortcontainer befindet. Dort seien bereits alle Medien vorhanden, was kostenseitig zu beachten sei. Bei einem Neubau auf dem sogenannten Bolzplatz neben dem Schulgelände würden wegen der dann notwendigen kompletten Neuerschließung die Baukosten „weit über die Millionengrenze hinausgehen“.

VG-Hauptamtsleiterin Anja Schrader erläuterte, dass zur Betreuung der Hortkinder auch ein Raum in der Kita genutzt werden solle, denn ab 1. August gebe es Anträge für 106 Kinder (aktuell 86 Hortplätze genehmigt). Der Kindergarten sei aber nur als Zwischenlösung, solange der Bau noch nicht fertig ist, gedacht, und nur mit einer Ausnahmegenehmigung für zwei bis drei Jahre. „Das ist aber nur möglich, wenn das Kuratorium zustimmt“, sagte Schrader. Ansonsten würde man den Eltern anbieten, ihre Kinder nach Diesdorf zum Hort zu bringen. Dieser Hort sei nicht ausgelastet, „und dem Rechtsanspruch auf Betreuung wäre damit Genüge getan“.

Ratsherr Mario Rosenbaum, der als Gast an der Bauausschusssitzung teilnahm, sagte: „Ich befürworte einen Neubau auf dem Bolzplatz, das sind 4.500 Quadratmeter. Dort könnte eine Aufsicht den ganzen Platz beaufsichtigen.“ Er habe am Mittwoch mit einem Planungsbüro gesprochen, „das würde uns die Planung für die Hälfte machen“. Zudem könnte man die schon eingeplanten Abrisskosten für den Schornstein dann für die Erschließung des Geländes verwenden, meinte Rosenbaum.

„Die Variante auf dem Bolzplatz ist für mich nicht umsetzbar“, äußerte Kuhfeldes Bürgermeister Günther Serien. Es gehe nicht um eine Spar-, sondern um eine Mindestvariante, die man später, in einem zweiten Bauabschnitt, ergänzen könne, so Günther Serien.

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