Neues Altmark-Buch „In the middle of Nüscht“: Region stark vertreten

Pilzernte im Todesstreifen

Herausgeberin Sibylle Sperling (l.) mit der Illustratorin Kerstin Rupp: Das Buch „In the Midle of nüscht go West“ beleuchtet ausführlich die Region. Eckart Wernecke (kleines Bild) aus Dahrendorf ist einer der Protagonisten.
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Herausgeberin Sibylle Sperling (l.) mit der Illustratorin Kerstin Rupp: Das Buch „In the Midle of nüscht go West“ beleuchtet ausführlich die Region. Eckart Wernecke (kleines Bild) aus Dahrendorf ist einer der Protagonisten.

Diesdorf / Beetzendorf – Gerade ist es dieser Tage erschienen, da ist das zweite Werk der Herausgeberin Sibylle Sperling auch schon in aller Munde.

Das neue Altmark-Buch „In the middle of Nüscht go West“ hat gerade die Region Beetzendorf-Diesdorf mit spannenden Geschichten und Reisetipps gut bedacht.

Die AZ traf sowohl die Herausgeberin Sibylle Sperling als auch die Illustratorin Kerstin Rupp persönlich und fragte nach einigen Details. Buch-Autorin Jana Henning zum Beispiel hat das grüne Refugium der Familie Ehlers aus dem Winterfelder Ortsteil Quadendambeck beschrieben. Andrea und Uli Ehlers gärtnern nämlich hier ökologisch, ohne Chemie-Keule.

Da bekommt das glückliche Hausschwein mal eine Streicheleinheit, das Pärchen gönnt sich neben der vielen Arbeit einmal eine kleine Auszeit auf der Bank vor dem sanierten Bauernhaus, oder die Familie blickt zurück und erinnert sich an das Jahr 2007 und das sprichwörtliche „Klicken“, als im Kopf der „Schalter umgelegt“ wurde, die ehrgeizigen Pläne für das 8000 Quadratmeter große Grünreich entstanden und die Bewerbung um das Gütesiegel „Natur im Garten“ konkret wurde. In dem Abschnitt über das Ökodorf Siebenlinden von Sibylle Sperling berichtet Sprecherin Eva Stützel von dem Entstehen des Projektes, als sie vor etwa 25 Jahren als junge Psychologiestudentin kurz vor dem Abschluss einen Flyer über die Gründung eines alternativen Dorfes fand.

Natürlich fand auch das schönste Wahrzeichen der Region Beetzendorf-Diesdorf den Weg in das neue Buch über die westliche Altmark: das Stöckheimer Hünengrab. Fazit: „Die Engländer mögen ihr Stonehenge haben – Der selbe Mythos schlummert aber auch in der Altmark“, findet Autor Lothar Mittag. In Dahrendorf erzählen Turmbesitzer Rainer Axmann und Einwohner Eckart Wernecke spannende Grenzgeschichten vom heutigen „Grünen Band“, der früher Todesstreifen war. Ein altes Foto hatte der 1950 geborene Wernecke aus seiner Dienstzeit als DDR-Soldat herausgekramt. „Damals war ich 19 Jahre alt, und wir haben im Dienst Pfifferlinge und Maronen im Grenzstreifen gesammelt“, erzählt der Altmärker der Autorin Sibylle Sperling.

Auch ein farbenfrohes Porträt aus Diesdorf über die „Kuchenkönigin“ findet im neuen Buch seinen Platz. Der Artikel beschreibt das Wirken der Betreiberin des Museumscafés Astrid Lüders. Die Autorin Barbara Hallmann hatte sich für „In the Midle of nüscht go West“ die Zeit genommen, um Astrid Lüders und ihren wechselvollen Lebenslauf zu porträtieren. Zu jeder Geschichte hat die Leipzigerin Kerstin Rupp ihre ansprechenden Illustrationen geliefert.

Zu jedem Artikel gibt es von der Herausgeberin regionale Tipps für Ausflüge und Besichtigungen. Besonders gelungen sind auch die Artikel über die Orte Baars („Wo Vater Zeit Mutter Natur umarmt“) von Jana Henning und über Apenburg (Reise mit dem Pferdewohnwagen) von Katja Schulz. VON KAI ZUBER

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