Fliegen für Jung und Alt

Piloten Andreas und Stefan Plath aus Tangeln sagten Dankeschön 

Menschen vor Flugzeug
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Die Piloten aus Tangeln, Stefan (v.r.) und Andreas Plath, freuten sich am Sonnabend über die gute Resonanz der Gäste auf der Start- und Landebahn direkt am Maisfeld.
  • VonKai Zuber
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Der vierjährige Lucas Walter aus Beetzendorf und der 91-jährige Gerhard Wesche aus dem Diesdorfer Ortsteil Abbendorf waren am Sonnabend, 11. September, hoch über der Start- und Landebahn in Tangeln jeweils der jüngste und der älteste Fluggast. Beide waren begeistert von dem kleinen Rundflug über ihre Heimatdörfer: „Das war wunderbar“, schwärmte Senior Gerhard Wesche, der Abbendorf aus der Vogelperspektive sah. Mit dem Fliegen für Jung und Alt sagten die beiden Piloten Andreas und Stefan Plath aus Tangeln herzlich Dankeschön für die Unterstützung seitens der Bevölkerung bei all denjenigen, die ihnen im Kampf für den Erhalt der kleinen Graspiste in Tangeln geholfen haben. Was sie schon für unmöglich gehalten hatten, ist erreicht.

Seit Mitte August dürfen Andreas und Stefan Plath mit ihrer Ikarus C-42 wieder in Tangeln starten und landen. Die Freude darüber, dass die Obere Luftfahrtbehörde die zahlreichen Argumente für den Weiterbetrieb objektiv bewertete hat, ist groß. Die Tangelner Flieger hatten von Beginn bis Ende des Kampfes zahlreiche Unterstützer. Flugfähige Wetterbedingungen vorausgesetzt, haben sich die beiden Hobbypiloten auf Anfrage der Freiwilligen Feuerwehr bereit erklärt, im Bedarfsfall bei Wald- und Flächenbränden ganz schnell zur Luftbeobachtung aufzusteigen.

Die Unterstützung durch Bert Juschus als stellvertretender Kreisbrandmeister und Ronny Runge als Verbandsgemeindewehrleiter war daher ebenfalls ausschlaggebend für den Erfolg (wir berichteten). Neben vielen Tangelern und Gästen aus den Nachbardörfern freuten sich Stefan und Junior Andreas Plath über die Abordnung der Feuerwehr am Sonnabend besonders: „Noch einmal Dankeschön für den Rückhalt bei der Truppe“, betonte Stefan Plath, der mit so vielen Gästen wirklich nicht gerechnet hätte.

Bei der Suche nach einer Lösung für den Start- und Landebetrieb für das Ultraleichtflugzeug von Hobbypilot und Feuerwehrmann Stefan Plath auf der eigenen Piste in Tangeln-Neumühle war nach einem Vor-Ort-Termin mit der zuständigen Oberen Luftfahrtbehörde des Landes Sachsen-Anhalt nun nach konstruktiven Gesprächen ein Kompromiss gefunden worden.

Damit ist aus Sicht von Stefan Plath der Flugbetrieb weiterhin möglich. „Alle Beteiligten haben gut und lösungsorientiert zusammengearbeitet“, betonte der Tangelner gegenüber der AZ.

Am Ende gab es zu der Problematik ein zweites positives Gutachten des Deutschen Ultraleicht-Flugverbandes (DULV), welches besagt, dass der Flugbetrieb so möglich ist, wie er bereits zuvor drei Jahre lang an der Start- und Landepiste in Tangeln stattfand. Plath war hier zudem in Vorleistung gegangen und hatte strittige Bäume an der Piste entfernt.

Das alles war aber nur möglich durch die Vermittlung des CDU-Landtagsabgeordneten Carsten Borchert und des Petitionsausschusses des Landtages.

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