Zwischenerfolg für Tangelner Flieger Stefan Plath

Lande- und Start-Erlaubnis aufgehoben: Pilot durfte Problem darlegen

Darf Junior-Pilot Andreas Plath (r.) demnächst wieder mit seinem Ultraleichtflieger von Tangeln aus starten? Am 1. Februar gibt es zunächst einen Ortstermin.
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Darf Junior-Pilot Andreas Plath (r.) demnächst wieder mit seinem Ultraleichtflieger von Tangeln aus starten? Am 1. Februar gibt es zunächst einen Ortstermin.

Tangeln – Einen beachtlichen Zwischenerfolg konnte der Tangelner Flieger Stefan Plath vermelden, der mit seinem Sohn Andreas den Pilotenschein für ein Ultraleichtflugzeug machte. „Ich durfte mein Problem beim Petitionsausschuss des Landtages darlegen.

Fazit: Es wird einen Vor-Ort-Termin in Tangeln geben“, gab sich Plath zuversichtlich.

Hintergrund: Seit Wochen darf der Pilot Stefan Plath mit seinem Ultraleichtflugzeug in Tangeln nicht starten, weil sich die zuständige Behörde wegen Formalien quer stellt. Unter anderem, so hieß es zur Begründung, seien hinter der 490 Meter langen Start- und Landebahnen die Bäume zu hoch. Was drei Jahre lang Recht und Gesetz war, sollte nun plötzlich in Tangeln nicht mehr gelten, hieß es. Von Februar 2017 bis Ende 2019 waren der Tangelner Feuerwehrmann und sein Sohn Andreas regelmäßig von der mühsam selbst angelegten Piste aus mit ihrem Luftsportgerät aufgestiegen. Dass das auf dem Areal in Neumühle möglich war, regelt Paragraf 25 der Luftverkehrsordnung über Ausnahmen des geltenden Flugplatzzwanges. Drei Jahre lang konnten die Hobby-Piloten dort starten und landen und auf einmal sollte seitens der Oberen Luftfahrt-Behörde eine einmal genehmigte Sache wieder rückgängig gemacht werden. Für seinen Kampf um Start- und Landerechte bekam Stefan Plath Rückenwind von der Gemeinde Jübar, Bürgermeister Carsten Borchert und der Feuerwehr.

Denn: Plath fliegt nicht nur für Touristen, sondern auch für die Brandbekämpfer, den NABU und den Katastrophenschutz.

Bis die Angelegenheit geklärt ist, startet Stefan Plath vorübergehend vom öffentlichen Flugplatz Kunrau-Jahrstedt aus. Sein Sohn Andreas weilt derzeit in Kanada, wo er weiter an seinem fliegerischen Können arbeitet.

Während der dreijährigen Flugphase in Tangeln hatte Familie Plath sowohl in die Start- und Landebahn sowie den eigenen Flugzeug-Hangar investiert.

„Wir fliegen auch zu Zeiten von Corona weiter mit Maske von Jahrstedt aus und bieten unsere Rundflüge an. Ich hoffe, dass wir nach dem Termin am 1. Februar bald wieder von Tangeln aus fliegen können“, so Plath. (Kai Zuber)

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