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Personalprobleme im Apenburger Waldbad

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Von: Christian Reuter

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Besucher im Waldbad Apenburg
Die Eintrittspreise im Apenburger Waldbad bleiben in dieser Saison unverändert. Allerdings steht noch nicht fest, wann das Bad geöffnet wird. Die Bürgermeisterin wünscht sich die Öffnung am 1. Juni. © Reuter, Christian

Die gute Nachricht zuerst: In dieser Saison bleiben die Eintrittspreise im Apenburger Waldbad unverändert. Das hat der Gemeinderat des Fleckens Apenburg-Winterfeld während seiner jüngsten Sitzung in Altensalzwedel einstimmig beschlossen. Allerdings steht noch nicht fest, wann das Bad die Tore für die Besucher öffnet. Das ist vor allem davon abhängig, wie schnell die beliebte Freizeiteinrichtung für die neue Saison vorbereitet werden kann und das notwendige Personal zur Verfügung steht.

Altensalzwedel. „Entgeltordnung für das Waldbad Apenburg für die Saison 2022“ stand als Beschlussvorlage unter Punkt 8 der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung. Doch bevor es zur Abstimmung kam, äußerte die Bürgermeisterin Ninett Schneider Kritik am Förderverein des Waldbades.

Schneider erinnerte daran, dass der Verein angekündigt hatte, sich zum Anfang dieses Jahres neu aufstellen zu wollen. „Die Unterstützung vom Förderverein wäre wichtig. Das Personalproblem ist jedes Jahr das größte Problem im Waldbad“, betonte die Bürgermeisterin.

Und wurde kurz darauf noch deutlicher: „Ich würde mir wünschen, dass vom Apenburger Förderverein mehr Initiative kommt. Zum Beispiel mal vorzuschlagen, wann wir Arbeitseinsätze machen wollen.“ In diesem Zusammenhang nannte Schneider als Beispiel Dähre, wo es einen sehr engagierten Förderverein gebe.

André Schulz, stellvertretender Vorsitzender des Apenburger Waldbad-Fördervereins wollte die Kritik so nicht stehen lassen. „Wir sind vergrault worden. Wir haben viel Arbeit reingesteckt“, rechtfertigte er sich. Ninett Schneider erwiderte, sie habe stets gesagt, dass sie für Gespräche zur Verfügung stehe. „Mit dem Vorsitzenden des Vereins, Dirk Rydzynski, habe ich immer eine konstruktive Zusammenarbeit gehabt.“ Dies sein nun krankheitsbedingt nicht mehr möglich.

Schließlich ging es dann doch noch um den Punkt, der eigentlich auf der Tagesordnung stand, nämlich die Eintrittspreise im Waldbad. „Wollen wir die Entgelte beibehalten oder ändern?“, fragte die Bürgermeisterin.

Ein Ratsherr meinte, wenn die Gemeinde die Preise erhöhe, würden die Leute zu den Freibädern in Beetzendorf oder Salzwedel fahren. „Wir sitzen jedes Jahr hier und diskutieren die Preise. Ich denke, wir lassen die Preise so, bis das Konzept für das Waldbad steht“, erklärte Ratsherr Christian Zurleit. Schließlich wurde der Beschluss gefasst, die Preise nicht zu verändern. Und Ninett Schneider sagte noch: „Mein Wunsch ist es, das Bad am 1. Juni zu öffnen.“ Weil das Beetzendorfer Stölpenbad wegen des Einbaus einer neuen Rutsche voraussichtlich erst Mitte Juli in die Saison starten werde, könne Apenburg die Zeit bis dahin ja nutzen und Besucher im Waldbad empfangen, meinte Ratsherr Andreas Schmidt dazu.

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