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Paradies in voller Blüte

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Anni (76) und Klaus Meyer (73) legten in ihrem Garten hinter der Diesdorfer Klostermauer ein farbenprächtiges Rhododendron-Paradies an. 60 Rhododendren und einige Azaleen blühen bei den beiden Gartenfreunden. Foto: Zuber

Diesdorf. Wenn es um das Thema Rhododendron geht, beginnen die Augen von Klaus Meyer zu leuchten. Denn dann denkt der 73-jährige Diesdorfer an seinen Gartentraum hinter der Klostermauer. Dort haben die uralten knorrigen Eichen eine Art Mikroklima geschaffen, der es den anspruchsvollen Pflanzen ermöglicht, ungestört zu wachsen.

Das Rhododendronfieber hat Klaus Meyer erst nach der Wende so richtig gepackt: „Vorher kam man an die Pflanzen meist nur ran, wenn man Beziehungen hatte. An verschiedene Sorten war schon gar nicht zu denken“, sagt der Senior. So begann seine Liebe zu Azaleen und Rhododendren erst richtig mit dem Mauerfall.

Gemeinsam mit Ehefrau Anni begann er in Katalogen zu blättern und Gärtnereien zu besuchen. Nach und nach entstand auf dem Grundstück des Ehepaares ein farbenprächtiger Landschaftsgarten, der dem Rasen und den Hühnern immer weniger Freiraum lässt.

Rund 60 Rhododendren und einige Azaleen in einem Dutzend Farben zieren den Garten der Eheleute Meyer. Er ist damit einer der größten privaten seiner Art in der westlichen Altmark. Von Lachsrosa über Weiß bis Gelb reicht die Palette. Jetzt im Mai stehen die anspruchsvollen Moorbeetpflanzen in voller Blüte. „Sie lieben sauren Boden, Torf, Halbschatten und hohe Luftfeuchtigkeit. Die Eichen verhindern, dass zu viel Wasser verdunstet“, erklärt Klaus Meyer.

Ab und zu, so wie ein Vater seinen artigen Kindern Süßigkeiten gibt, belohnt der Gärtner seine Rhododendren mit Hornspänen als Dünger. Das mit einem Augenzwinkern ausgesprochene Verbot von Frau Meyer, bloß keine weiteren Rhododendren mehr zu kaufen, quittiert der Diesdorfer mit vielsagendem Schweigen. Als sie dann außer Hörweite ist, sagt er: „Wenn in Westerstede bei Oldenburg die nächste Rhododendron-Schau ist, muss ich unbedingt wieder hin.“ Und schmunzelt dabei.

Von Kai Zuber

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