Schwerpunkt 2012: Beetzendorfer Angler wollen Gewässer weiter entwickeln

Oxidationsteiche im Blick

+
Für einen schönen Ausblick: Ende Juni hatten Volker Hundt (l.) und Rene Berndt an den Beetzendorfer Oxidationsteichen das Fundament für einen Beobachtungsstand gesetzt.

Beetzendorf. Die Beetzendorfer Oxidationsteiche sollen in den kommenden Jahren weiter entwickelt werden.

Die Arbeiten an dem Gewässer werden 2012 einen Schwerpunkt bilden, hatte Volker Hundt, Vorsitzender des Angel- und Gewässerschutzvereins Beetzendorf, während der Jahreshauptversammlung angekündigt.

Rückblick: Im Laufe der zurückliegenden Monate wurden unter anderem die Fundamente für einen Beobachtungsstand gesetzt und der Anfahrtsweg befestigt (wir berichteten). In den nächsten Jahren, so blickte Volker Hundt voraus, gehe es vor allem darum, die Phosphatbelastung des Gewässers zu reduzieren. Diese führe in den Sommermonaten zu einem starken Pflanzenwachstum. Vor allem das Hornkraut bilde dann einen dichten Teppich, der regelmäßig entfernt werden müsse. „Zwei bis drei Jahre“, so schätzte der Vorsitzende ein, könne es noch dauern, bis sich die Oxidationsteiche zum Angeln eignen. Der Fischbestand kann sich dennoch bereits sehen lassen. So habe sich die Schleie stark vermehrt, so dass die Angler bereits darüber nachdenken, den einen oder anderen Raubfisch einzusetzen. Zudem wurden in diesem Jahr fünf Karpfen sowie 55 Graskarpfen in die Oxidationsteiche eingesetzt.

Auch die gefiederten Tiere fühlen sich an den Teichen wohl. Wildgänse, Schwäne und Teichhühner konnten bereits beobachtet werden. Und sogar ein Eisvogel – „Das zeigt an, dass die Wasserqualiät in Ordnung ist“, schlussfolgerte Volker Hundt, der in Sachen weiterer Entwicklung der Teiche hoffnungsvoll in die Zukunft blickt.

Gerade in den zurückliegenden Monaten hatten die Oxidationsteiche den Petrijüngern viel Kopfzerbrechen bereitet. So hatten die Ende 2010 erfolgten Baggerarbeiten aufgrund ausbleibender Fördermittel fast zum finanziellen Kollaps des Vereins geführt. Die wasserrechtliche Genehmigung für die Arbeiten musste nachgeholt werde. Nach zähem Ringen lag diese im Oktober schließlich vor, so dass nun die Fördermittel fließen können. Untersuchungen eines Umweltbüros, die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens erfolgten, kamen zu einem erfreulichen Ergebnis. Die Oxidationsteiche sind nicht belastet und können damit aus dem Altlasten-Verdachtskastaster des Altmarkkreises gestrichen werden.

Von Matthias Mittank

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare