Sonniger Sonntag: Über 1000 Gäste zieht es ins Freilichtmuseum Diesdorf

Ostermarkt kommt super an

Ganz schön streng: Aber das macht offensichtlich Laune. Schulstunden wie vor 100 Jahren gestaltete Heinz-Günter Klaas – so richtig mit Rohrstock, Sitz- und Meldeordnung. Klaas musste nicht einmal schauspielern, er ist Lehrer im Ruhestand. Fotos (5): Lange

rl Diesdorf. Über 1000 Gäste genossen Sonntag Handwerk und Folklore beim Ostermarkt im Freilichtmuseum Diesdorf. Dazu spielte das Wetter mit und lud zum Spaziergang ein.

Museumsleiter Friedhelm Heinecke und sein Team hatten einmal mehr ein attraktives Programm auf die Beine gestellt: Weben, Spinnen, Schmieden, Rumkugeln backen, eine Schulstunde wie früher, Puppenbühne, Folklore mit der Gruppe Hoahnenfoot und eindrucksvolle Tänze der Volkstanz- und Trachtengruppe Deelenpetter aus Salzwedel ließen keine Langeweile aufkommen.

Dazu gesellten sich noch viele Marktstände. Die Deelenpetter glänzten mit norddeutschen und altmärkischen Tänzen. Und zum Abschluss tanzten sie „Das Trompetenecho“, eine eigene Kreation. Horst Rakow aus Schnega bewies am rund 150 Jahre alten Webstuhl sein Können. Lehrer in Ruhestand Heinz-Günter Klaas zeigte seinen Zöglingen, wie sie sich früher während einer Schulstunde hätten benehmen müssen. Und falls das nicht gelang, gab es besondere Züchtigungsmaßnahmen. Die Havelländer Puppenbühne zog mit „Die verlorene Krone“ vor allem die kleinen Gäste in ihren Bann.

Auch die alte Bockwindmühle hatte geöffnet. Und wer die Schmiedekunst erlernen wollte, der war bei Museumsschmied Manfred Heiser in den richtigen Händen. Brot aus dem Steinbackofen, Steaks und Bratwurst vom Grill, heimische Produkte der Mosterei Schulz und viele weitere Angebote rundeten den Ostermarkt ab.

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