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Nun ist in Apenburg das Land am Zug

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Von: Christian Reuter

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Ob die Cheinitzer Straße in Apenburg 2022 saniert wird, steht noch nicht fest. Die Gemeinde Apenburg-Winterfeld hat insgesamt 750.000 Euro in den Haushalt eingestellt, um das Vorhaben umsetzen zu können. © Christian Reuter

Ob die Cheinitzer Straße in Apenburg in diesem Jahr endlich saniert wird, ist weiterhin ungewiss. Doch zumindest hat die Gemeinde Apenburg-Winterfeld alles in ihrer Macht Stehende dafür getan, damit das Vorhaben umgesetzt werden kann. Dazu fasste der Gemeinderat während der jüngsten Sitzung in Recklingen einen Durchführungsbeschluss.

Recklingen / Apenburg. „Die Fördermittelanträge sind gestellt. Und unseren Eigenanteil für die Sanierung, insgesamt 750.000 Euro, hatten wir bereits in den Haushalt eingestellt. Wir haben unsere Hausaufgaben also gemacht“, sagte Apenburg-Winterfelds Bürgermeisterin Ninett Schneider am Montag, 27. Juni, auf AZ-Nachfrage.

Wann mit dem Ausbau des 436 Meter langen Abschnitts der Cheinitzer Straße begonnen werden könne, sei allerdings noch ungewiss. „Nun ist das Land als Baulastträger am Zug“, stellte Schneider klar. Ein baldiger Baubeginn in Apenburg sei dringend erforderlich, denn die Preissteigerungen seien das größte Problem für die Gemeinde. „Wenn wir nicht immer Rücklagen gebildet hätten in den letzten Jahren, könnten wir das Vorhaben gar nicht finanzieren“, erklärte die Bürgermeisterin gegenüber der Altmark-Zeitung.

„Durchführungsbeschluss zur Dorfentwicklungsmaßnahme ,Ausbau der L 11 im Zuge der Ortsdurchfahrt Apenburg, 1. Teilabschnitt, Cheinitzer Straße‘“ stand unter Punkt 9 auf der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung. Birgit Izykowski vom Bauamt der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf sagte, der Beschluss sei zwar „noch nicht akut erforderlich, sollte aber jetzt gefasst werden.“ Denn wenn die Fördermittel da seien, dann könne gebaut werden.

„Wir brauchen den Beschluss, damit das Land sieht, dass wir die Straße sanieren wollen“, betonte Ratsherr Mark Wöllmann. Birgit Izykowski gab ihm recht. Mit dem Beschluss signalisiere die Gemeinde, dass sie für das Vorhaben Geld in den Haushalt eingestellt habe. Wenn es um Fördermittel gehe, müsse manches eben zwei- oder dreimal nachgewiesen werden. Der Beschluss wurde vom Gemeinderat einstimmig gefasst.

Auf der Homepage der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) war am Montag, 27. Juni, hinter Fachbereichsleiter Planung und Entwurf N.N. zu lesen. Die Abkürzung steht für Nomen nominandum (noch zu nennender Name). Die Stelle scheint also derzeit nicht besetzt zu sein. Ninett Schneider erfuhr am 27. Juni durch die AZ davon und hofft, dass sich dadurch die Sanierung nicht noch weiter verzögert.

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