Diesdorf will rund 10 000 Quadratmeter Wiese für Häuslebauer bereitstellen

Diesdorf: Neues Baugebiet an der Bergstraße

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Die Nachfrage nach attraktiven Baugebieten in Diesdorf ist groß. Im Zentrum ist nur noch Lückenbebauung möglich. Nun hat die Kommune an der Bergstraße eine 10 000 Quadratmeter große Fläche anvisiert.

Diesdorf – Eine gute Nachricht für junge Familien und Häuslebauer kommt vom Diesdorfer Gemeinderat, der am Dienstagabend aus gegebenem Anlass tagte und dringende Beschlüsse fassen musste.

Grund ist, dass ein Bebauungsplan für ein neues Baugebiet an der Diesdorfer Bergstraße erstellt werden soll. Der Flecken Diesdorf will eine rund 10 000 Quadratmeter große Wiese für Häuslebauer bereitstellen.

Bürgermeister Fritz Kloß: „2021 können die ersten Bagger anrollen.“

„Derzeit ist die von uns anvisierte Fläche an der Bergstraße noch nackte Wiese, die erschlossen und dann bebaut werden soll“, erklärte Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß auf Anfrage der AZ. Die Finanzierung der Planungsleistungen für dieses Vorhaben hat der Gemeinderat im Zuge von außerplanmäßigen Ausgaben und einem so genannten Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebracht. In den kommenden Monaten soll es dann ganz schnell gehen, so dass bereits 2021 die ersten Bagger an der Diesdorfer Bergstraße anrollen können, wie Kloß voller Zuversicht anmerkte. „Wir haben jede Menge Interessenten und Anfragen von Häuslebauern“, begründete der Bürgermeister den raschen Schritt. Dieser musste aus gesetzlichen Gründen noch bis Jahresende vollzogen sein.

Denn: Bis zum 31. Dezember 2019 gilt Paragraph 13a des Baugesetzbuches (BauGB) entsprechend für Bebauungspläne mit einer Grundfläche von weniger als 10 000 Quadratmetern, durch die die Zulässigkeit von Wohnnutzungen auf Flächen begründet wird, die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen. „Das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans nach Satz 1 kann nur bis zum 31. Dezember förmlich eingeleitet werden“, so Kloß weiter. Der Satzungsbeschluss nach Paragraph 10 Absatz 1 BauGB ist bis zum 31. Dezember 2021 zu fassen. Ein Bebauungsplan für die Wiedernutzbarmachung von Flächen, die Nachverdichtung oder andere Maßnahmen der Innenentwicklung (Bebauungsplan der Innenentwicklung) kann im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Der Bebauungsplan darf im beschleunigten Verfahren allerdings nur aufgestellt werden, wenn in ihm eine zulässige Grundfläche im Sinne des § 19 Abs. 2 der Baunutzungsverordnung oder eine Größe der Grundfläche festgesetzt wird von insgesamt weniger als 20 000 Quadratmetern, wobei die Grundflächen mehrerer Bebauungspläne, die in einem engen sachlichen, räumlichen und zeitlichen Zusammenhang aufgestellt werden, mitzurechnen sind.

Viele Kommunen nutzen derzeit das beschleunigte Verfahren, weil damit in nicht wenigen Fällen aufwendige, langfristige und teure Umweltverträglichkeitsprüfungen umgangen werden können.

VON KAI ZUBER

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