Diesdorfer Jugendliche erarbeiteten Entwurf für Projekt

„Neuer Jugendclub“ im Rat vorgestellt

Die Jugendlichen im Diesdorfer Gemeinderat mit Nick Kreutzfeld (l.) hatten ihren großen Auftritt. Sie erarbeiteten in den vergangenen Monaten einen umfangreichen Umbau-Entwurf.
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Die Jugendlichen im Diesdorfer Gemeinderat mit Nick Kreutzfeld (l.) hatten ihren großen Auftritt. Sie erarbeiteten in den vergangenen Monaten einen umfangreichen Umbau-Entwurf.

Diesdorf. Verwahrlost und von wild wachsendem Grün eingehüllt – so standen die Gebäude des einstigen Diesdorfer Ferienheimes zwischen Erlebnisbad und Freilichtmuseum Jahrzehnte lang leer.

Demnächst könnten einige der Nebengebäude aber wieder mit jungem Leben erfüllt werden. Denn: Am Mittwoch wurde das Projekt „Neuer Jugendclub“ im Diesdorfer Rat vorgestellt.

Diesdorfer Jugendliche erarbeiteten in den vergangenen Monaten einen umfangreichen Renovierungs-Entwurf. Dieser sieht vor, ein Flachdach-Nebengebäude (Wellasbest) als Club umzugestalten. Der Kostenvoranschlag dafür beträgt rund 40 000 Euro. Erstellt und vorgetragen wurde das Projekt „JF-001-16“ des Jugendforums „Demokratie leben!“ über den

Clubchef Torsten Neumann erläutert die Renovierungspläne.

Umbau von Nico Gailliaert, Timo Thieme, Hannes Gruß, Nick Kreutzfeldt, Darlyn Hesse, Leonie Schulze, Lucas Wohlgemut und Sabrina Siegler. Die Ausgangssituation beschrieb die stellvertretende Ortschefin Angelika Scholz, während Bürgermeister Fritz Kloß und Jugendclub-Chef Torsten Neumann an der Video-Präsentation über die Umbau-Pläne bastelten. „Über den völlig maroden alten Club brauchen wir nicht mehr diskutieren“, so Scholz. Sie würdigte, dass sich die Jugendlichen selber Gedanken über eine Lösung gemacht haben. „Das erhöht am Ende die Wertschöpfung und der neue Club wird ihr Club“, sagte die Diesdorferin.

Einige Ratsmitglieder gaben zu bedenken, dass es neben dem kommunalen Club auch zwei mit Privatinitiative entstandene alternative Jugendvereinigungen mit umgebauten Bauwagen im Ort gäbe (AZ berichtete). Doch Bürgermeister Fritz Kloß fragte am Ende in die Runde: „Wollen wir das vorgestellte Projekt angehen?“ Die Antwort fiel überwiegend positiv aus. „Wir brauchen nicht einmal eine Baugenehmigung, weil es sich ja nur um eine Renovierung in dem ehemalige kleinen Bettenhaus des Diesdorfer Ferienheimes handelt“, so Kloß.

Die Raumaufteilung dort für den künftigen Jugendclub könnte wie folgt aussehen: Es gibt separate Toiletten für Mädchen und Jungen, einen langen Flur, eine Kammer, einen Sport- sowie einen Partyraum, ein extra Mädchenzimmer, ein Wohnzimmer sowie eine Küche mit Aufenthaltsraum. „Wir sind derzeit arg im Zugzwang die neue Lösung anzugehen. Der alte Club neben der Grundschule ist kaum noch nutzbar“, betonte Kloß.

Von Kai Zuber

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