Gemeinderat Dähre diskutierte über Haushalt für 2019

Neue Sanitärräume für das Waldbad in Dähre

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Im Waldbad Dähre wurde das Dach des Sozialgebäudes bereits erneuert. Nun soll die Sanierung im Inneren mit den Sanitärräumen weitergehen.

Dähre. Der Haushaltsentwurf der Gemeinde Dähre für 2019 stand erneut auf der Tagesordnung der jüngsten Ratssitzung.

Eine schlechte Nachricht musste Bürgermeister Bernd Hane gleich am Anfang der Diskussion verkünden: „Mehr als 200 000 Euro stehen uns pro Jahr in den nächsten Jahren weniger zur Verfügung, weil wir diese Summe als Transferleistung an die Verbandsgemeinde und an den Kreis zahlen müssen. “

Über diese Aussage entrüstete sich das Ratsmitglied Willi Grunewald, es gebe Widerstand in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf (VG). Bisher habe keiner den Haushalt beschlossen. „Ich bin gewählt worden, um mit den vorhandenen Mitteln so sorgfältig wie möglich umzugehen“, stellte Grunewald klar. Gast der Gemeinderatssitzung war auch der VG-Bürgermeister Michael Olms. Er begründete die finanziellen Probleme damit, dass die Gemeinden bisher nur 20 Prozent der investiven Mittel an die VG abführen würden, 80 Prozent stünden ihnen zur Verfügung. Dadurch habe die VG aber nur rund 100.000 Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung – für 60 Immobilien, die alle zur VG gehören. „Wir haben inzwischen einen Investitionsstau von mehr als 2,5 Millionen Euro“, sagte Olms.

In Zukunft sollten die Gemeinden 80 Prozent der investiven Mittel an die VG zahlen und nur noch 20 Prozent selbst behalten. Schließlich seien die Gemeinden auch nur für die Straßen und Friedhöfe zuständig. Uta Juschus, Kämmerin der Verbandsgemeinde, stellte den Räten den Haushaltsentwurf der VG für 2019 vor. Sie habe den Plan am 31. Oktober erstellt, aber schon am 2. November habe es neue Orientierungsdaten vom Land gegeben. Immerhin würden die Schlüsselzuweisungen des Landes an die Gemeinde von 482.200 auf 527.900 Euro steigen, also ein Plus von 45.700 Euro. Zudem werde der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer leicht steigen. In der Folge werde das Defizit im Ergebnisplan für Dähre nicht mehr 57.500, sondern nur noch 9500 Euro betragen. Noch sei nicht klar, wie hoch die Kreisumlage ausfalle. Trotz allem gibt es einige Vorhaben, die die Gemeinde Dähre 2019 über Investitionen realisieren will. So sollen die Sanitärräume des Sozialgebäudes im Waldbad saniert werden, für 60.000 Euro, verteilt auf drei Jahre, kündigte Bürgermeister Bernd Hane an. Im nächsten Jahr könnte entweder die Ortsdurchfahrt in Holzhausen oder die in Wiewohl saniert werden. Wobei in Wiewohl die längere und schlechtere Strecke bestehe. Es gebe eine Kostenschätzung von 118.000 Euro für beide Straßen, allein 85.000 für Wiewohl, inklusive Planung. Hane sagte, für 2019 habe man 100.000 Euro eingestellt für die Straßensanierung, 65.000 waren es für 2018, „die werden aber nicht alle“. Die restliche Summe könnte demnach auch verwendet werden. Die Straße, die in Siedendolsleben zum Dorfgemeinschaftshaus führt, soll für 50.000 Euro eine Tragdeckschicht erhalten.

Von Christian Reuter

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