Landrat Michael Ziche: „Hier wurde nichts verschwendet“

Neue Purnitzbrücke bei Altensalzwedel offiziell für Verkehr freigegeben

Menschen und Brücke
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Sie gaben am Dienstag, 26. Oktober, die neue Purnitzbrücke bei Altensalzwedel offiziell für den Verkehr frei (v.l.): Frank Schudda, Geschäftsführer des Bauunternehmens Matthäi in Magdeburg, Apenburg-Winterfelds Bürgermeisterin Ninett Schneider, Landrat Michael Ziche und Kreisbauausschussvorsitzender Jens Reichardt.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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Die neue Brücke über die Purnitz bei Altensalzwedel wurde am Dienstag, 26. Oktober, nach rund 13 Monaten reiner Bauzeit und gut 14 Monaten Sperrung offiziell für den Verkehr freigegeben. Den symbolischen Scherenschnitt nahmen der Landrat Michael Ziche, Apenburg-Winterfels Bürgermeisterin Ninett Schneider, der Kreisbauausschussvorsitzende Jens Reichardt und der Geschäftsführer des Bauunternehmens Matthäi in Magdeburg, Frank Schudda, vor.

Altensalzwedel. Die neue Brücke auf der Kreisstraße 1382 zwischen Altensalzwedel und Saalfeld ersetzt zwei alte Bauwerke, die seit Jahren sanierungsbedürftig und nur unter Einhaltung einer Tonnagebegrenzung von 16 Tonnen befahrbar waren.

„Die bisherige Brücke stammte aus dem Jahr 1935 und wies mittlerweile solch massive Schäden auf, dass die Tragfähigkeit nicht mehr ausreichte“, erläuterte Landrat Michael Ziche. Und fügte noch hinzu: „Da zusätzlich dazu die Brücke nicht mehr den heutigen verkehrstechnischen Erfordernissen entsprach, kam wirtschaftlich eine Instandsetzung des alten Bauwerkes nicht in Betracht.“

Er freue sich, die Strecke nahezu planmäßig freigeben zu können. Von der neuen Brücke würden vor allem die Bürger des Altmarkkreises Salzwedel, die dort täglich unterwegs sind, profitieren. Der Landrat bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten, besonders bei den Anwohnern für ihre Geduld. Angesichts des „anspruchsvollen Gebietes“ seien die rund 13 Monate an reiner Bauzeit gerechtfertigt gewesen.

Die Baukosten betrugen rund 2,45 Millionen Euro. Davon wurden 90 Prozent durch das Gesetz zur Finanzierung von Investitionen des kommunalen Straßenbaus gefördert, die restliche Summe trägt der Altmarkkreis als Bauträger.

Auch Ninett Schneider, Bürgermeisterin des Fleckens Apenburg-Winterfeld, dankte allen am Bau Beteiligten. „Es hat gut geklappt mit der Baustelle. Wir haben die Einwohner von Anfang an gut mitgenommen“, sagte sie.

Doch bei aller Freude über die neue Brücke gab es am Dienstag auch Kritik von einem Anwohner. „Es ist eine wunderbare Arbeit, aber eine Schickimicki-Brücke“, sagte Erdmann Rohloff. Und erläuterte dies so: „Die Hälfte hätte ausgereicht. Wir hätten über eine Million Euro sparen und für kaputte Straßen verwenden können.“ Außerdem sei die neue Brücke nicht für Fußgänger und Radfahrer geeignet. Deshalb sei er schon etwas enttäuscht. Und dann berichtete Erdmann Rohloff noch davon, dass sein Großvater als Amtsvorsteher wahrscheinlich die alte Purnitzbrücke eingeweiht hatte.

Landrat Michael Ziche wollte die Kritik des Altensalzwedelers, den er seit Jahren kenne, nicht unkommentiert stehen lassen. „Es geht um ein Bauwerk, das auch die nächsten 100 Jahre noch stehen soll. Hier wurde nichts verschwendet.“

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