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Beetzendorf muss investieren, weil es keine Ersatzteile mehr gibt

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Von: Christian Reuter

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VG-Gerätewart Johannes Fritsche zeigte den Mitgliedern des Ordnungs- und Feuerschutzausschusses ein aktuelles Atemschutzgerät, für das es aber bald keine Ersatzteile mehr gibt. © Reuter, Christian

Die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf investiert in den nächsten Jahren nicht nur in den Fahrzeugbestand und die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren (AZ berichtete), sondern auch in die Atemschutztechnik. Dies ist auch dringend notwendig, denn für die Pressluftatmer, die derzeit noch im Einsatz sind, gibt es bald keine Ersatzteile mehr. „Deshalb haben wir uns schon Gedanken gemacht zur Anschaffung neuer Atemschutzgeräte“, sagte VG-Gerätewart Johannes Fritsche während der jüngsten Sitzung des Ordnungs- und Feuerschutzausschusses.

Beetzendorf - „Noch in diesem Jahr müssen 42 Atemschutzgeräte und 82 Masken ersetzt werden. Das wird eine Menge Geld kosten“, betonte Fritsche. Schließlich müsse man für ein Atemschutzgerät etwa 1500 Euro und für eine Maske 250 Euro bezahlen.

Die derzeit noch vorhandenen Pressluftatmer seien zwar noch einsatzbereit, könnten aber bei einem Schaden nicht mehr repariert werden, weil es keine Ersatzteile mehr gebe. Und diese Geräte könne im Einsatzfall dann kein Feuerwehrkamerad mehr nutzen, führte Fritsche aus.

Damit es erst gar nicht dazu kommt, wolle die VG noch in diesem Jahr den Kauf von neuen Atemschutzgeräten ausschreiben. „Diese sollten gut abwaschbar, reflektierend und möglichst mehrere Jahrzehnte nutzbar sein“, nannte der VG-Gerätewart einige Anforderungen, die berücksichtigt werden müssten.

In den folgenden Jahren müssten weitere Geräte ausgetauscht werden. Denn die Ersatzteilgarantie laufe 2023 für 26 Pressluftatmer ab, 2024 für zwei und 2025 für weitere 14 Geräte.

„Die Haushaltsmittel reichen derzeit nicht aus, um den gesamten Bedarf zu decken“, stellte VG-Bauamtsleiter Markus Starck klar. Im Haushalt für 2022 stünden nur 50 000 Euro für solche Neuanschaffungen zur Verfügung. „Daher können wir erst einmal nur die Hälfte des Bedarfs ausschreiben. Den Rest müssen wir dann 2023 finanzieren“, erklärte Starck.

Doch wie soll die Einsatzbereitschaft trotzdem gewährleistet werden? Es werde ein Umsetzen von Geräten geben, für die die Ersatzteilbeschaffung noch garantiert ist. Diese Pressluftatmer würden dann an die Feuerwehren gehen, in denen ständig Atemschutzgeräteträger einsatzbereit zur Verfügung stehen, erläuterte der VG-Bauamtsleiter Markus Starck.

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