„Alle Jahre wieder“ – und doch ist das Turmblasen jedes Mal neu

Nahezu subtropisch

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Mit schwungvollen Melodien sorgten die Bläser des Beetzendorfer Musikzugs vor dem Altar in der Marienkirche für eine fröhliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest.

Beetzendorf. „Alle Jahre wieder“ – so begannen am Vorabend des Heiligabend in Beetzendorf nicht nur die Chöre und die Bläser ihre musikalischen Grüße vor und in der Beetzendorfer Marienkirche.

Alle Jahre wieder kommen auch die Beetzendorfer und ihre Gäste zahlreich zum Turmblasen – und doch ist die schon traditionelle Veranstaltung in jedem Jahr anders und damit immer wieder schön. Dieses Mal waren es vor allem die schon fast subtropischen Temperaturen, die für Gesprächsstoff sorgten. Denn so frühlingsmild war es beim Turmblasen noch nie. Mit Schaudern erinnerten sich viele an Eisglätte, Schneesturm und Kälte, die im Vorjahr dafür gesorgt hatten, dass nicht so viele Besucher den Weg in den Beverhol auf sich genommen hatten. Das war in diesem Jahr anders. Ganze Massen von Besuchern strömten aus allen Seiten in den Beverhol und versammelten sich bei Glühwein und Bratwürsten vor der Kirche. Während die beiden Beetzendorfer Chöre ihren Auftritt vor der Kirche hatten, entschieden sich die Bläser, wieder in der Kirche zu spielen. So konnte, wer nicht zuhören wollte, draußen erzählen, während sich die Musikinteressierten im Gotteshaus trafen. Für die Kinder war es ein Hin und Her, denn pünktlich mit den ersten Tönen der Bläser wurde der Weihnachtsmann von der Beetzendorfer Feuerwehr vor der Kirche vorgefahren. Hilfreiche Feuerwehrhände packten seinen Handwagen mit den Geschenken noch aus, da wurde der Rotberockte schon von den Kindern bestürmt. Alle wollten ein Gedicht aufsagen und dafür mit Süßigkeiten belohnt werden.

Von Monika Schmidt

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