Zukunft des Beetzendorfer Parks im Bau- und Sozialausschuss besprochen

Beetzendorfer Park: „Es müssen Bäume gefällt werden“

Der Beetzendorfer Park gleicht heute eher einem Wald als einem Park. Um ihn wieder in einen Park zu verwandeln, wird noch viel an Arbeit notwendig sein.
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Der Beetzendorfer Park gleicht heute eher einem Wald als einem Park. Um ihn wieder in einen Park zu verwandeln, wird noch viel an Arbeit notwendig sein.

Beetzendorf – „Der Park ist jetzt ein Wald geworden, da müssen Bäume gefällt werden“, sagte Prof. Dr. Johann-Matthias Graf von der Schulenburg während der jüngsten gemeinsamen Sitzung des Beetzendorfer Bau- und des Sozialausschusses.

Im voll besetzten Glaue-Saal ging es neben der Zukunft für das seit 2017 leer stehende Schloss auch um die weitere Entwicklung des Beetzendorfer Parks.

„Manche Bäume gehören dort nicht hin, es gibt keine Sichtachsen mehr“, führte der Graf von der Schulenburg weiter aus. Der Park sei nach den Plänen des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné angelegt worden.

Das Fällen der Bäume sei laut des Grafen von der Schulenburg „wohl die einfachste Möglichkeit, die Krähen loszuwerden“. Die Vögel seien allein schon aus gesundheitlichen Gründen nicht zu akzeptieren und müssten umgesiedelt werden. Fest steht für den 69-jährigen Volkswissenschaftler: „Man muss gemeinsam ein Konzept entwickeln zum Park.“

Das sieht Heike Tänzer vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt genauso. Sie lobte das Engagement der etwa 50 bis 60 Leute, die kürzlich bei einem Arbeitseinsatz im Park angefangen haben, wieder Ordnung zu schaffen. „Das war gut. Aber wo bekommen wir Geld her für eine gartenpflegerische Parkkonzeption?“, fragte Tänzer. Es sei in diesem Jahr nur noch bis Ende Februar Zeit, etwas im Park zu machen.

Was die Zukunft des Parks angeht, sagte sie: „Es wäre schön, wenn wir wieder den Zustand der 1920-er bis 1940-er Jahre herstellen könnten. Das wäre eine Instandsetzung der Parkanlage.“ Um das zu erreichen, schlug Heike Tänzer vor, einen Aufruf im Amtsblatt zu veröffentlichen, mit dem Fotos aus dem Park und auch Luftbilder gesucht werden sollen. Vielleicht gebe es ja Bilder von Leuten, die im Park zum Beispiel Jugendweihe oder Konfirmation gefeiert haben. Diese Bilder könnten dann als Vorlage dienen, um den Park wieder zu einem Park zu machen, wie er einmal ausgesehen hat. „Unsere Aufgabe ist es, die Idee der Gartenkünstler zu erhalten“, erklärte Tänzer. Für das Problem mit den Krähen sieht sie keine einfache Lösung wie der Graf von der Schulenburg: „Wenn Sie einen Baum fällen, gehen die Krähen zum nächsten.“

Bürgermeister Lothar Köppe sagte: „Wir brauchen praktische Hilfe im Park, denn wir wollen dort mehr machen. Sonst wären auch nicht so viele Leute zum Arbeitseinsatz gekommen.“

VON CHRISTIAN REUTER

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