Milchkuh zum elften Mal Mama

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Die Gymnasiastin Janina Schulz (17) aus Dolsleben zeigt stolz das Kälbchen, das Axel geboren hat.

kzu Hohendolsleben. „Axel“ ist ein sehr ungewöhnlicher Name für eine Dame - erst recht für eine Kuh. Doch es gibt sie und ihn wirklich: Die Kuh namens „Axel“ lebt in Hohendolsleben. Und sie ist nicht nur ihres Namens wegen eine ganz besondere Erscheinung. „Axel“, die aus der GbR Dolsleben stammt, ist eine echte Hochleistungskuh. Das heißt: Sie gibt rund 10 000 Liter Milch pro Laktation. In der zehnten Laktationsphase macht das eine Lebensleistung von etwa 100 000 Liter Milch aus.

Was unter anderem im örtlichen Milchkontrollverein Salzwedel schmunzelnd, aber anerkennend erwähnt wird, erklärt Jungzüchterin Janina Schulz aus Dolsleben. „Mit den 100 000 Litern Lebensleistung ist die magische Grenze geknackt. Darüber hinaus hat Axel kürzlich ihr elftes Kalb zur Welt gebracht“, weiß die junge Frau zu berichten.

Das Kalb selbst zieht Janina Schulz in einer separaten kleinen Box liebevoll auf. Es hat im Gegensatz zu „Axel“ noch keinen Namen. Die 17-Jährige Dolsleberin, die das Salzwedeler Jahn-Gymnasium besucht, ist stolz auf den schwarz-weiß gefleckten Nachwuchs. Für ein Foto krabbelte sie sogar selbst in den kleinen mit Stroh gefüllten Stall.

Kürzlich wurde in der GbR Dolsleben auch ein Geburtstag gefeiert: „Axel“ wurde 14 Jahre alt und ist damit die älteste Spitzenkuh von Familie Schulz. „Ich hoffe, dass sie noch lange lebt“, sagt Janina. Dann klärt sie im Gespräch mit der Altmark-Zeitung auch das Rätsel um die Namensgebung auf: „Den Namen Axel hat die Kuh von unserem Besamungstechniker Axel Heidemann. Sie war damals offenbar ganz verrückt nach ihm, brüllte ständig hinter ihm her und hing wie eine Klette an dem Fachmann. Deswegen haben wir die Kuh nach ihm benannt“, sagt Janina.

In der GbR Dolsleben wird traditionell Ackerbau und Viehzucht betrieben. Rund 260 Milchkühe sowie weibliche Nachzucht gibt es auf den Wiesen und in den Ställen rund um Hohendolsleben.

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