Mensch 2013: Heinrich Filipan unterstützt seine Schützlinge beim Training

Robin Hood aus Kuhfelde

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Heinrich Filipan trainiert mit dem achtjährigen Manuel. Mit der Augenklappe kann der Junge das Ziel besser anpeilen.

Kuhfelde. „Ich war ehrlich gesagt ein bisschen geschockt“, erzählt Heinrich Filipan als er von der Nominierung zu „Mensch 2013“ erfuhr. Denn der Trainer und Materialwart des Kuhfelder Bogensportvereins bleibt lieber im Hintergrund, gesteht der Kuhfelder.

Auch deshalb ist Filipan für den Abteilungsleiter und Vorstandskollege Peter Gütschow einfach der Mensch des Jahres. „Durch seine ruhige und herzliche Art ist der Übungsleiter Vorbild für uns alle“, erklärt Gütschow.

Mit der Gründung des Bogensportvereins am 6. Juni 2006 flammte die Begeisterung des heute 65-jährigen Kuhfelders auf. Nach einigen Vertretungsstunden als Trainer fand Filipan gefallen an der Arbeit und machte seinen Trainerschein. Nun trainiert der derzeitige Landesmeister der Ü 65 zweimal die Woche, und wenn möglich auch am Wochenende, Erwachsene, Kinder und Behinderte.

Mit einem Bogenstand wirbt Filipan für seine beliebte Sportart an Schulen oder Volksfesten um neue Mitglieder. „Da ist sehr viel zu tun,“ Sein Einsatz trägt Früchte: Die Mitgliederzahl des Bogensportvereins hat sich seit der Gründung vor knapp acht Jahren von 13 auf 70 Bogenssportler erhöht.

Die Sportart ist sehr ruhig, beschreibt der Kuhfelder, „sie ist genau richtig für mich.“ Mittlerweile ist er mehr Übungsleiter als selbst am Schießen. Doch: „Die Arbeit macht großen Spaß, vor allem wenn ich die Begeisterung in den Augen meiner Schützlinge funkeln sehe“, erklärt der Trainer. Dabei ist sein Einsatz nicht zu vergessen, wenn es auf ganztätige Tunierreisen beispielsweise nach Halle oder Dresden geht. Mit der Variationsbreite des Bogenschießmaterials kennt sich der Materialwart bestens aus. Er selbst schießt klassisch á la Robin Hood – mit Pfeil und Bogen ohne Hilfsmittel. „Sehne, Bogen und Pfeil, mehr hab ich nicht“, erklärt Filipan.

„Alle ins Gold“, ist die Devise der Bogensportler. Doch bis die drei Pfeile die Mitte anpeilen, braucht es Ruhe und Konzentration. Laufen mit dem Köcher ist dabei strengstens untersagt. „Es ist anstrengend“, gibt Filipan zu. Schultern und Armmuskulatur, der gesamte Oberkörper wird trainiert. Trotzdem sind mindestens 70 Prozent bei diesem Sport reine Kopfsache. Und dabei steht der Kuhfelder seinen Schützlingen gerne unterstützend zur Seite.

Von Eva Hahner

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