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Melliner preschen mit modernem „schwarzen Brett“ vor

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Von: Kai Zuber

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Müllsammeln in Mellin: Auch der jüngste Arbeitseinsatz war im Dorf über die neue WhatsApp-Gruppe angekündigt und ausgewertet worden. Die Melliner Idee hat sich schnell in der Gegend herumgesprochen. © Zuber, Kai

Seriöse Fakten, Informationen und wichtige Termine an den Mann oder die Frau zu bringen, ist im 21. Jahrhundert ganz ohne „Buschfunk“ möglich und kann zudem auch noch super unterhaltsam sein. Im Beetzendorfer Ortsteil Mellin gibt es ein solches modernes „schwarzes Brett“, welches das Informationsbedürfnis von nahezu allen Bürgern im Alter von drei Jahren bis hin zum hohen Rentenalter hinreichend befriedigt.

Mellin – Wie alles bei der Info-Plattform „Mell*Info-für UNS*er Dorf“ anfing, darüber berichtet Mitinitiatorin Diana Hemken: „Am 13. Oktober vergangenen Jahres war die Geburtsstunde unserer WhatsApp-Gruppe. Mell*Info-für UNS*er Dorf ist kein wilder Chat, sondern ein digitales schwarzes Brett. Es werden wichtige Infos wie etwa zu Wahlen, Lustiges oder auch erfreuliche Infos geteilt“, betont Hemken. Als Beispiele nennt sie die Geburt der jüngsten Einwohnerin Clara Schwerin vor Kurzem oder auch Berichte über junge Familien, die nach Mellin gezogen sind.

Aber auch Mellin-Auswanderer haben sich hier bereits mit Foto und Text verabschiedet. 60 Teilnehmer gibt es bis heute in der neuen Gruppe. „Bei gut 70 Haushalten im Dorf ist nahezu jeder Haushalt im Beetzendorfer Ortsteil modern auf der Info-Plattform vernetzt. Vom Kleinkind bis hin zur Oma erfahren so alle Melliner, wann Arbeitseinsätze, Versammlungen oder Partys stattfinden.“

Aktuell wurde zum bevorstehenden Dorffest am letzten Sonntag im August vorab informiert und zum Backen für den Kuchenbasar aufgerufen. Eine Einladung in Papierform ist jedem Briefkasten aber trotzdem zugegangen, „damit niemand vergessen wird“, betont Diana Hemken.

Die Idee aus Mellin hat sich in der Region schnell herum gesprochen und viele Dörfer haben oder planen bereits ähnliche Projekte. Hemken: „Wir haben etwa zweimal pro Monat einen Eintrag auf der Plattform, denn nerven wollen wir die Bürger nicht.“

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