Beetzendorfer Oldtimerfreund stellt sein Schmückstück aus

Ich und mein Trabant

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Hansjürgen „Hannes“ Hinz aus Beetzendorf steht stolz an seinem Trabant 601 beim Oldtimertreffen in Hohengrieben. Er ist einer von insgesamt 600 Ausstellern an diesem Tag.

Hohengrieben. Er hupt, winkt aus dem Fenster und sucht sich einen Platz zum Parken in dem Getümmel. Hansjürgen „Hannes“ Hinz aus Beetzendorf war mit seinem Trabant 601 am Sonntag beim Oldtimertreffen in Hohengrieben.

Bis auf die Digitaluhr auf dem Armaturenbrett wurden beim Restaurieren nur Originalteile verwendet.

Zum dritten Mal stellte er dort sein geliebtes Fahrzeug für die Autoliebhaber aus. Der 600 Kilogramm schwere Trabant aus dem Jahr 1989 hat rund 94 000 Kilometer auf dem Zähler. „Den habe ich vor drei Jahren von meinen Kindern zum 60. Geburtstag geschenkt bekommen. Ich bin komplett überrascht worden, damit hätte ich nie gerechnet“, sagt Hannes mit Blick zurück. Die Leidenschaft zum Trabi kommt bei ihm wie bei vielen anderen auch aus der Vergangenheit. „Zu DDR-Zeiten war ich Trabant-Besitzer. Damit verbinde ich einfach viele Erinnerungen“, erklärt Hinz seine Liebe zu dem Kultauto. Dabei denkt er besonders eine große Reise kurz nach der Wende 1989 zurück: „Ich fuhr damals mit meiner Familie von Beetzendorf nach Stuttgart. Das waren 720 Kilometer, für die wir rund zwölf Stunden gebraucht haben. Das war unsere Jungfernfahrt in den Westen und ein Riesenereignis. “.

Das Geschenk seiner beiden Kinder war ein Scheunenauto, das er zusammen mit einem Freund wieder flott gemacht hat. Zudem ließ er es neu lackieren. Mit Ausnahme der Digitaluhr auf dem Armaturenbrett wurden nur Originalteile verwendet. „Im Internet findet man Portale, auf denen man die dementsprechenden Ersatzteile erwerben kann. Ich denke, dass ich bis heute so zwischen 3500 und 4000 Euro in den Wagen investiert habe“, überschlägt Hannes.

Für ihn gehörte das Oldtimertreffen in Hohengrieben schon zum jährlichen Pflichttermin, bevor er selbst Aussteller war. „Das ist einfach gut gemacht und kommt toll an. Die Menschen sind fixiert auf die vielen tollen Fahrzeuge und kommen von überall her. Hier gibt es keine Landesgrenzen“, fasst Hannes zusammen und bestaunt währenddessen ein altes Cabrio, das gerade hinter ihm einparkt.

Von Stefan Wasinski

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