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Mehr als 600 Weihnachtskrippen in Lüdelsen zu sehen

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Von: Christian Reuter

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Pfarrer Hartmut Förster und Weihnachtskrippen
Hartmut Förster neben einer Schwarzwaldkrippe. Der Pfarrer präsentiert in seiner Ausstellung in Lüdelsen mehr als 600 Weihnachtskrippen aus 85 Ländern. Ab Sonntag sind Besucher wieder willkommen. © Christian Reuter

Die Menschen sind so verschieden wie ihre Hobbys. Die einen sammeln Briefmarken oder Münzen, andere treiben lieber Sport oder stricken Socken und Pullover. Eine besonders ausgefallene Leidenschaft hat Hartmut Förster aus Lüdelsen. Der Pfarrer sammelt Weihnachtskrippen aus aller Welt. Seit 1996 hat er mehr als 600 aus 85 Ländern zusammengetragen. Seit 2004 zeigt er die Krippen auch öffentlich, ab Sonntag ist die Ausstellung wieder zu sehen.

Lüdelsen. Hartmut Förster hat inzwischen so viele Weihnachtskrippen gesammelt, dass er die genaue Zahl gar nicht kennt. „Ich glaube, es sind 636, aber mehr als 600 sind es auf jeden Fall“, sagt er auf AZ-Nachfrage. Wäre das nicht etwas für das Guinnessbuch der Weltrekorde? „Von der Zahl der Länder her könnte ich da mal anfragen. Aber was die Zahl der Krippen angeht, da haben manche Sammler sogar 1.400“, erzählt Förster.

Seine mehr als 600 Krippen seien ihm alle ans Herz gewachsen. Solange er lebe, wolle er keine verkaufen. Seit dem letzten Weihnachtsfest sei nur eine neue Krippe dazugekommen, dafür allerdings eine besonders schöne: eine Schwarzwaldkrippe. „Die ist in diesem Jahr mein Favorit“, sagt Förster. Die Krippe ist ein Geschenk des Kuseyer Gastwirtsehepaars Thomas und Christine Rühm.

Apropos Geschenk. „Über die Hälfte meiner Krippen habe ich geschenkt bekommen oder zu einem Freundschaftspreis erworben“, berichtet der rüstige 81-Jährige. Allein 31 Krippen habe er von Deutschen Botschaften aus aller Welt erhalten, nachdem er sich an diese einfach per Brief gewandt hatte. Und so zählen heute auch eine Speckstein-Krippe aus Indien oder eine Ebenholz-Krippe aus Mali zu den zahlreichen Exponaten. Viele Weihnachtskrippen sind aus Ton und Porzellan gefertigt, andere aus Zinn oder Wachs. Natürlich gehört auch Holz zu den Werkstoffen. „Ein Sammler hat mal zu mir gesagt, deine Sammlung ist einmalig durch die Geschichten, mit denen sie verbunden ist“, sagt der Pfarrer.

Hartmut Förster sammelt aber nicht nur Krippen, sondern ebenso Engel, Nussknacker und Weihnachtsbriefmarken. Von Letzteren hat er auch schon mehr als 2.500.

Wer sich selbst ein Bild von der Ausstellung machen möchte, kann dies an sechs Tagen in der Adventszeit tun: Geöffnet ist jeweils von 14 bis 16 Uhr am 28. November, 5. Dezember, 11. und 12. Dezember sowie am 18. und 19. Dezember. Zutritt haben nur Geimpfte oder Genesene, und ein Mund-Nasen-Schutz ist auch erforderlich.

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