Ab Montag auch in der Verbandsgemeinde verschärfte Corona-Maßnahmen

Maskenpflicht in der Beetzendorfer Verwaltung

Ab Montag müssen Besucher der Verwaltung der Verbandsgemeinde in Beetzendorf einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie das Gebäude betreten. Die Verwaltung will Corona-Hotspots im ländlichen Raum verhindern.
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Ab Montag müssen Besucher der Verwaltung der Verbandsgemeinde in Beetzendorf einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie das Gebäude betreten. Die Verwaltung will Corona-Hotspots im ländlichen Raum verhindern.

Beetzendorf – Die Zahl der Corona-Infizierten ist in den letzten Tagen auch in Deutschland deutlich gestiegen.

Nun hat die Politik reagiert: Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs haben am Mittwoch neue Corona-Maßnahmen beschlossen, die auch einen teilweisen Lockdown beinhalten. Unter anderem müssen Gaststätten, Kinos und Fitnessstudios wieder schließen, die Geschäfte im Einzelhandel, Schulen und Kitas sollen aber geöffnet bleiben. Die neuen Regeln sollen ab Montag, 2. November, erst einmal befristet bis Ende November gelten.

Welche Auswirkungen die neuen Corona-Maßnahmen auf die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf haben, erklärten gestern VG-Bürgermeister Michael Olms und Hauptamtsleiterin Anja Schrader in einem Pressegespräch in der Verwaltung in Beetzendorf.

„Ab dem 2. November sollen die verschärften Regeln in Kraft treten, ausgenommen sind Kitas und Schulen“, sagte Olms. Und weiter: „Die Eltern haben Masken zu tragen, das hat sich als gute Lösung bewährt.“ Doch leider halten sich nicht alle an die Verordnungen, Unbelehrbare gibt es immer wieder, sonst würden jetzt die Corona-Zahlen nicht wieder in die Höhe schießen. „Wir sind ja mehr und mehr durchsetzt von Quarantäne-Fällen bei Erzieherinnen und Eltern“, verdeutlichte der VG-Bürgermeister.

„Wir mussten den Eltern eines Kindes, das die Kita in Ahlum besuchte, ein Hausverbot erteilen, weil sie sich nicht an die Maskenpflicht gehalten haben. Nun bringen die Eltern ihr Kind nicht mehr in die Einrichtung,“ informierte Anja Schrader.

Trotz der Beschränkungen soll es in den Kitas aber Veranstaltungen wie Laternen- und Lichterfeste geben, allerdings nur intern. „Es dürfen keine Dritten dabei sein, also keine Eltern oder Großeltern“, erläuterte Olms. Die Kinder sollten trotz der aktuellen Lage ein gemeinsames Erlebnis haben.

Beim Versammlungsrecht gebe es keine einschränkenden Maßnahmen, auch Ratssitzungen seien weiterhin erlaubt, mit Ratsmitgliedern und Besuchern. Apropos Besucher. Für die Besucher der Verwaltung in Beetzendorf und der Außenstelle in Diesdorf gebe es Einschränkungen wegen der neuen Corona-Verordnung. „Die Verwaltung wird nicht geschlossen, aber es erfolgt nur noch ein kontrollierter Zutritt. Das heißt, Besucher müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen“, teilte Michael Olms mit.

Dafür gebe es kleine Zettel, für jeden Besucher einen, also keine Sammellisten, die in Restaurants schon für viel Kritik gesorgt hatten. Die Zettel würden nach vier Wochen vernichtet, der Datenschutz dadurch eingehalten.

Olms: „Wir empfehlen Besuchern eine vorherige Anmeldung, sie ist aber nicht zwingend notwendig. Ganz wichtig ist die Maskenpflicht, die ab 2. November im Verwaltungsgebäude gilt.“ Der Mund-Nasen-Schutz muss im gesamten Gebäude getragen werden. Michael Olms verwies darauf, dass die Verwaltung wegen Corona „an keinem Tag geschlossen“ gewesen sei, auch von März bis Juni nicht. In diesem Zeitraum habe die Beetzendorfer Behörde 960 Besucher und die Diesdorfer Außenstelle 388 Besucher gehabt.

Einschränkungen werde es erneut auch für die Feuerwehren geben. „Ab Montag gibt es nur noch den Einsatzdienst, keine Versammlungen und auch keinen Ausbildungsbetrieb mehr“, sagte Olms. „Wir müssen die Einsatzbereitschaft gewährleisten. Wir können uns nur durch Einschränkungen selbst schützen. Denn durch die Unvernunft Einzelner können auch im ländlichen Raum schnell Corona-Hotspots entstehen“, begründete der VG-Bürgermeister die Maßnahmen.

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