Tourismus in der Altmark / Museums-Chef Friedhelm Heinecke sieht Potenziale

„Man kennt uns gar nicht“

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Ein Pfund für den Tourismus in der Altmark ist das Diesdorfer Freilichtmuseum. Dort laufen bereits die Vorbereitungen für den großen Weihnachtsmarkt am 14. und 15. Dezember. Museumschef Friedhelm Heinecke hofft auf viele Besucher.

Diesdorf. „Das war bestenfalls eine normale Saison“, sagte Friedhelm Heinecke, Leiter des Diesdorfer Freilichtmuseums.

Ähnlich sieht es Mandy Hodum, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark: „Laut Statistik kommen wir beim Tourismus aufgrund des Hochwassers in diesem Jahr mit einem blauen Auge davon. “.

Nicht nur die Gebiete an der Elbe mussten im Tourismusgeschäft Einbußen in Kauf nehmen. Durch die Berichterstattung in allen Medien über die Flutkatastrophe litten alle Regionen der Altmark. Hervorzuheben ist allerdings, dass der Altmarkkreis Salzwedel bei den Übernachtungszahlen von Januar bis Juli ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen hat. Die Zahlen für die zweite Jahreshälfte liegen noch nicht vor.

Um für die Altmark zu werben laufen beim Tourismusverband derzeit die Vorbereitungen für die Messesaison im kommenden Jahr. „Schon vom 4. bis 6. Januar sind wir auf der Tourisma in Magdeburg vertreten“, erklärt Mandy Hodum. Weitere Stände gibt es später auf der Grünen Woche und einer Reisemesse in Hamburg. „Dort ist unsere Bekanntheit schon gestiegen“, sagt Hodum.

Museumschef Heinecke sieht dort aber noch deutlich Aufholbedarf. „Man kennt uns gar nicht. Wir müssen mit unseren Pfunden mehr wuchern“, betont Heinecke und zählt zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Vorzüge der Region auf, die möglichen Touristen bekannt gemacht werden müssten. „Wir haben das Grüne Band, die Straße der Romanik, die Feldsteinkirchen und und und“, sagt Heinecke und vergisst natürlich das Freilichtmuseum nicht.

Besondere Veranstaltungen seien auch in diesem Jahr wieder sehr gut angenommen worden. Heinecke erinnert an das Kartoffelfest, das Erntefest und verweist auf den Weihnachtsmarkt am 14. und 15. Dezember, zu dem er sich wieder zahlreiche Besucher erhofft.

Eine weitere Aufwertung des Museums gibt es im kommenden Jahr durch den neuen Eingangsbereich. Dazu wird mit Leadermitteln die alte Gaststätte umgebaut. Auch als Lernort für Schulklassen soll das Museum weiter ausgebaut werden. Dazu gilt sein Dank den ehrenamtlichen Helfern vor Ort. So unterstützen der Diesdorfer Heimatverein und der Dährer Karnevalsverein die Projekte und Veranstaltungen im Museum tatkräftig.

Von David Schröder

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