März-Angebot: Einen Monat kostenlos zur Kita und zurück

Neues Bussystem für Eltern und Kinder

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So könnte es aussehen, wenn eine Kitamobil-Lotsin (PVGS-Managerin Diana Woll) ein Kind (hier PGVS-Chef Claus Riehns Enkelin Emy Sachse) an Bord des Busses nimmt.

Salzwedel / Beetzendorf. Es könnte der Beginn einer neuen Ära im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sein: Ab 1. März startet eine kostenlose Probephase des Kitamobil-Services, wodurch Kinder bis zum siebten Lebensjahr von Zuhause zur Kindertagesstätte (Kita) und zurück kommen können.

Allerdings endet die kostenlose Phase Ende des Monats und sie beschränkt sich – auch danach – auf den Bereich der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf.

Für die 15 VG-Kitas haben die Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel (PVGS) und die VG eigene Fahrpläne geschaffen. Diese können in den beteiligten Kitas und auf www.pvgs-salzwedel.de eingesehen werden. Das Besondere am Angebot: Zum einen wartet der Fahrer 15 Minuten am Haltepunkt, um Vater, Mutter, Oma oder eine andere Begleitperson des Kindes wieder nach Haus zu bringen. Beim derzeitigen Rufbussystem können daraus zwei Stunden werden. Ist keine Begleitperson verfügbar, kann ab einem Kindesalter von drei Jahren auch für drei Euro extra ein Kita-Lotse geordert werden, der auf den Nachwuchs achtet.

Ab Montag, 18. Februar, können Eltern online und telefonisch (039 01/ 30 40 30) Kitamobil-Fahrkarten ordern – das Kontingent sei begrenzt, so die VG. Dabei müssen Daten für den persönlichen Fahrplan eingegeben werden. Die Fahrpreise liegen nach der kostenlosen Probephase bei 1,60 und 2 Euro pro Fahrt, ein Lotse kostet 3 Euro. Auf die Nutzungszahlen sind VG und PVGS sehr gespannt.

PVGS-Chef Claus Riehn betonte, auch das Rufbussystem sei schwach gestartet, wurde aber 2012 von 80 000 Fahrgästen genutzt. Weder Altmarkkreis noch Verbandsgemeinde bezuschussen das Projekt, das übernimmt aufgrund des Modellcharakters das Bundesinnenministerium. Bei Erfolg sei der Kitamobil-Service „transformierbar auf jede Ecke des Landkreises“, so Erhard Prehm, Chef des Innovations- und Gründerzentrums.

Von Steffen Hamann

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