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Machbarkeitsstudie als Grundlage für Beetzendorfer Hortneubau

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Von: Christian Reuter

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Architekt Daniel Kinz aus Hamburg hielt in Beetzendorf einen Vortrag über modernen Schul- und Hortbau. In Beetzendorf soll ein neues Hort- oder Kitagebäude entstehen, da der Platz zur Betreuung nicht ausreicht. © Christian Reuter

Wie kann moderner Schul- und Hortbau aussehen? Zu diesem Thema referierte der Architekt Daniel Kinz am Montag, 25. April, in Beetzendorf. Fazit seines Vortrags: Für einen Hortneubau in Beetzendorf sollte eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, denn die Gemeinde benötige eine Entscheidungsgrundlage.

Beetzendorf. Mit der Problematik „Ganztagsbetreuung an Schulen“ befasste sich der Architekt Daniel Kinz am Montag, 25. April, im Haus der Vereine in Beetzendorf. Kinz war extra aus Hamburg angereist. „Der Kontakt war über meine Schwester Maria Pommrenke zustande gekommen, die auch als Architektin im Büro von Daniel Kinz arbeitet“, erklärte Carina Emig von der Bürgerinitiative (BI) „Ein Hort mit Zukunft“. Die BI kämpft für einen großzügigen Hortneubau auf dem Bolzplatz neben der Grund- und Sekundarschule in Beetzendorf und gegen eine Sparvariante. Die BI hatte Daniel Kinz eingeladen, um einmal die Meinung eines Experten zur Problematik Hortneubau zu hören.

An Expertise hat Daniel Kinz, Jahrgang 1969, einiges vorzuweisen. Von 2016 bis 2017 hatte er einen Lehrauftrag an der Hafencity Universität Hamburg. Von 2016 bis 2020 war er Vorsitzender des Landesverbandes Hamburg des Bundes Deutscher Architekten (BDA). 2020 wurde Kinz in den Konvent der Baukultur berufen.

In Beetzendorf stellte der Architekt einige Projekte vor, die sein Büro bereits umgesetzt hat. Was den Standort Beetzendorf betrifft, müsse man sich zunächst einmal mehrere Fragen stellen: Wie soll das pädagogische Konzept aussehen? Soll es Schule und Hort geben oder eher eine Ganztagsschule? Wie sieht der tatsächliche Raumbedarf aus? Wo soll der Neubau auf dem Gelände seinen Platz finden? Und schließlich: Welche Architektur wird gewünscht?

Ratsherr Enrico Lehnemann sagte: „Wir haben uns seit Jahren beim Thema Hortneubau festgefahren, es geht einfach nicht weiter. Was könnte nun ein weiterer Schritt sein?“ Daniel Kinz erklärte, alle Beteiligten sollten mal für einen halben Tag zusammenkommen und Ideen sammeln, um daraus dann eine Machbarkeitsstudie zu entwickeln. „Das könnten wir machen oder andere talentierte Architekten“, sagte Kinz. Und fügte noch hinzu: „Die Beauftragung für eine Machbarkeitsstudie ist schon der Regelfall, die Gemeinde braucht ja eine Entscheidungsgrundlage.“

Ratsfrau Christel Rosenbaum fragte: „Warum kann man nicht die Kosten für die beiden Areale am Heizhaus und am Bolzplatz mal miteinander vergleichen?“ Das Thema Hortneubau wird die Beetzendorfer sicherlich noch länger beschäftigen.

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