Thema wird im Gemeinderat erörtert

Lüdelsener Jugendklub: Heizung schon abgeklemmt

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Der einzige halbwegs intakte Einrichtungsgegenstand im Inneren des Klubs ist die Hausbar, die allerdings nahezu nur leere Rum-,Bier,- und Whiskeyflaschen beinhaltet.

Lüdelsen – Nach dem die unhaltbaren Zustände mit Müll und Randale im Lüdelsener Jugendklub am Osterfeuerplatz öffentlich wurden (wir berichteten), soll das Thema nun auf die Tagesordnung im Jübarer Gemeinderat, wie Bürgermeister Carsten Borchert sagte.

Die Situation in Lüdelsen sei vergleichbar mit der seinerzeit im Jübarer Jugendklub.

„Der musste leider vor Jahren bereits geschlossen werden, weil sich kein Elternteil gefunden hat, der die Verantwortung für den Klub übernahmen, wollte“, sagte der Ortschef der Altmark-Zeitung auf Anfrage. Es könne auch in Lüdelsen nur gelingen, die derzeitigen Probleme in den Griff zu bekommen, wenn auch die Eltern mitziehen, hieß es.

Denkbar ist aber auch, dass ein volljähriger Jugendlicher die Zügel in Lüdelsen in die Hand nimmt. Im Lüdelsener Klub ist in den vergangenen Wochen randaliert worden, Müllberge häufen sich im Inneren und auf der Terrasse. Auch Jugendliche aus Jübar und anderen Ortsteilen der Kommune nutzen offenbar die Einrichtung. „Die Heizung mussten wir schon abklemmen, weil es offenbar niemand für nötig hielt, sie nach Verlassen des Klubs herunter zu drehen“, erklärte Vize-Bürgermeister Lutz Peters, der als Gemeindearbeiter immer auch ein Auge auf die Einrichtung hat.

Weil jüngst ein Klub-Besucher offenbar keinen Schlüssel zum Klub hatte, wurde dieser kurzerhand einfach aufgebrochen. Die Tür ist aus den Angeln gehoben und das Türblatt steht neben der Öffnung, sodass der Raum nicht abschließbar ist. Der einzige halbwegs intakte Einrichtungsgegenstand im Inneren des Klubs ist die Hausbar, die allerdings nahezu nur leere Rum- und Whiskeyflaschen beinhaltet.

„Die Gemeinde stellt den Klub zur Verfügung. Dafür erwarten wir, dass die Jugendlichen das Anerkennen und die Einrichtung in Ordnung halten. Das ist doch nicht zuviel verlangt“, argumentieren Bürgermeister und Stellvertreter. In Jübar musste der Klub einst aus ähnlichen Gründen geschlossen werden. „Dabei haben wir wirklich alles versucht als Gemeinde und diesbezüglich auch mehrere Anläufe unternommen. Aber ohne Vertrauen und die Mithilfe der Eltern funktioniert das nicht“, argumentierte Carsten Borchert gegenüber der Altmark-Zeitung.

VON KAI ZUBER 

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