6000. Besucher wird erwartet

Lüdelsener Hartmut Förster krönt Sammlung mit 608. Weihnachtskrippe

+
Weihnachtskrippen-Sammler Hartmut Förster begann seine Leidenschaft Mitte der 1990er-Jahre. 2004 wurde das Lüdelsener Museum eröffnet.

Lüdelsen – Die Weihnachtszeit naht langsam, doch im Jübarer Ortsteil Lüdelsen hat für einen Mann die Bescherung auch ohne Tannenbaum bereits begonnen: Weihnachtskrippen-Sammler Hartmut Förster krönte kürzlich seine Kollektion mit einem weiteren Exponat und rechnet obendrein noch mit einem neuen Besucherrekord für seine gigantische Ausstellung.

.

„Der 6000. Museumsgast wird derzeit mit Spannung erwartet, wenn demnächst eine 24-köpfige Truppe aus Klein Schwechten zu mir ins Krippenmuseum kommt“, berichtet Hartmut Förster der AZ.

Die Lüdelsener Erfolgsgeschichte der Kollektion von christlichen Weihnachtskrippen aus aller Welt geht also unaufhaltsam weiter: Der passionierte Sammler Hartmut Förster, Pastor im Ruhestand, freut sich seit wenigen Tagen über seine 608. Krippe aus dem nunmehr 85. Land.

Alle Krippen sind Unikate

Diese Weihnachtskrippe stammt aus dem fernen Simbabwe (ehemaliges Rhodesien). „Es sind tolle Figuren, die aus einem Material-Mix bestehen“, beschreibt Hartmut Förster seine Begeisterung für die neue Attraktion aus Afrika.

Eine Papier-Krippe aus Vietnam: 608 Krippen aus 85 Ländern gibt es derzeit in Lüdelsen.

Natürlich wird diese Krippe als Jubiläums-Bereicherung in der wunderbaren und kostbaren Sammlung einen ganz besonderen Platz bekommen, versprach Hartmut Förster. Die Krippen in seiner Lüdelsener Sammlung sind alles Unikate. „Es ist schwer bis unmöglich, ein und dieselbe Weihnachtskrippe nachzubestellen“, so der Sammler. Zehn Krippen besitzt er allein aus den Philippinen. Fast alle sind im traditionellen Barock-Stil gearbeitet.

Die ältesten Krippen außerhalb von Italien, Deutschland und der Schweiz stammen aus Brasilien oder Kanada. Mit der Missionierung im 16. Jahrhundert nahm der Siegeszug der Weihnachtskrippe international seinen Lauf.

Auf den Philippinen zum Beispiel wurden die ersten christlichen Missionare von den Einheimischen gepfählt und verbrannt. Heute ist das Archipel mit seinen rund 7000 Inseln eine katholische Hochburg, in der es kein Weihnachten ohne Weihnachtskrippe gibt. Die Krippensammlung in Lüdelsen ist mittlerweile zu einem Teil des Weihnachtsfestes in der westlichen Altmark geworden.

Försters 2004 eröffnete Krippenausstellung in Lüdelsen hat sich im Altmarkkreis nämlich zu einem echten Besuchermagneten entwickelt, der inzwischen nun fast 6000 Gäste anzog. Dutzende Extraausstellungen hat es zudem gegeben. Die Erfolgsstory fing Mitte der 1990er-Jahre an.

Durch Urlaube und Reisen kam schnell eine stattliche Zahl von 17 Krippen aus fünf Ländern zusammen. Später schrieb der Lüdelsener dann erfolgreich Weihnachtskrippen-Bittbriefe an Botschaften und Konsulate. Hinzu kamen Einkäufe von selbst gefertigten Krippen aus karitativen Einrichtungen, Eine-Welt-Läden und speziellen Katalogen. In seinem 2017 erschienenen Buch wird über 580 Weihnachtskrippen aus mehr als 80 Ländern berichtet.

Diese stammen unter anderem aus Peru, Ghana, den Philippinen, Nigeria, Kenia, Finnland, der Slowakei und Böhmen.

VON KAI ZUBER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare