Nico Schulz: „Verein kann es nicht mehr wuppen“

Lösung für Pflege des Beetzendorfer Sportplatzes wird gesucht

Sportplatz
+
Der sanierte Sportplatz in Beetzendorf war am 5. Juli eingeweiht worden. Klärungsbedarf gibt es allerdings noch bei der Pflege des Platzes und der Nebenanlagen.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
    schließen

Der sanierte Sportplatz in Beetzendorf war am 5. Juli eingeweiht worden. Klärungsbedarf gibt es aber noch bei der Pflege des Platzes und der Nebenanlagen. Zwar besteht zwischen dem Verein MTV Beetzendorf 1880 und der Gemeinde eine Nutzungsvereinbarung, doch die Vereinsmitglieder sehen sich nicht mehr in der Lage, die Pflege des Sportplatzes alleine zu stemmen. Als Lösung wird nun eine Kostenteilung angestrebt, bei der neben der Gemeinde und dem Verein auch der Altmarkkreis Salzwedel und die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf als Schulträger ins Boot geholt werden sollen.

„Pflege des Sportplatzes und der Nebenanlagen“ stand unter Punkt 6 auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales und Kultur der Gemeinde Beetzendorf am Donnerstag, 23. September. „Es gibt eine Nutzungsvereinbarung zwischen Sportverein und Gemeinde, die aber 2022 endet“, erklärte die Ausschussvorsitzende Christel Rosenbaum.

Durch die neue Tartanbahn sei vor allem die Pflege der Hecke und des Walls aufwendiger und schwieriger geworden. Denn der Rasen grenze direkt an die Tartanbahn, was die Planer nicht berücksichtigt hätten. „Wenn wir eine Viertelstelle schaffen, könnte die Hecke gepflegt werden“, schlug Rosenbaum vor. Dazu könne man sich an den Kreissportausschuss wenden.

Vom MTV Beetzendorf 1880 verfolgten Fabian Panhey und Nico Schulz als Gäste die Sitzung. Panhey berichtete, dass er bisher ehrenamtlich die ganze Anlage pflege, mit einem Zeitaufwand von 44 Stunden pro Monat im Sommer, was aufs Jahr gerechnet 20 Stunden im Monat entspreche. „Ehrenamtlich ist es nicht mehr zu schaffen“, betonte Panhey. Beetzendorfs Vize-Bürgermeister Dietmar Sommer sah keine Notwendigkeit zum Schaffen einer viertel Stelle für die Sportplatzpflege und plädierte dafür, alle Vereine gleich zu behandeln. „Der MTV wird von der Gemeinde mannigfaltig unterstützt. Noch mehr auszugeben, kann ich nicht rechtfertigen“, sagte Sommer. Bisher habe der Sportverein die Pflege übernommen, aber die Hänge (den Wall) habe ein Gemeindearbeiter gemäht. Ratsherr Thorsten Massel meinte, man sollte die Schulen mit ins Boot holen und gemeinsam mit ihnen eine vernünftige Lösung, also eine Kostenteilung, anstreben. Ein Vorschlag, mit dem sich auch der Ratsherr Jürgen Benecke anfreunden konnte, zumal der Sportverein ja die Laufbahn gar nicht nutze.

Darauf wies auch Nico Schulz vom MTV hin. „Die Flächen, die wir nutzen, sind von uns zu pflegen. Das steht in der Nutzungsvereinbarung. Den Wall nutzen wir ja nicht“, sagte das Vereinsmitglied. Die Idee der Kostenteilung finde er gut. Der Verein könne und wolle die Pflege „nicht mehr wuppen“. Arbeitseinsätze werde es aber auch weiterhin geben.

Die Mitglieder des Sozialausschusses waren sich darüber einig, dass für eine vernünftige Lösung der Kreis und die VG beteiligt werden müssen. Zumindest wolle man dies nun versuchen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare