Tag der Entscheidung

Medizinische Grundversorgung in Winterfeld: Geplantes Gesundheitszentrum wird teurer

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Harald Josten (r.), Ninett Schneider und Christian Zurleit auf der künftigen Baustelle für das Gesundheitszentrum an der B 71. Wie es weitergeht, entscheidet heute der Rat.

Winterfeld. Auch überregional sind heute Abend in Sachen medizinische Grundversorgung auf dem Lande alle Augen auf Winterfeld gerichtet. Im Gemeinderat geht es ab 19.30 Uhr im „Wieseneck“ noch einmal ans Eingemachte: 

Der Apenburg-Winterfelder Rat berät über das geplante Gesundheitszentrum an der Bundesstraße 71.

Hintergrund: Der auf zunächst 850.000 Euro abgesteckte Kostenrahmen für das Projekt wird nach AZ-Informationen nicht zu halten sein, wenn das medizinische Zentrum zukunftsfähig sein soll. Laut Apenburg-Winterfelds Bürgermeister Harald Josten liegen die Gründe dafür in der medizinischen Fachplanung für die Räumlichkeiten, in der engen Zeitschiene und im Baugrund.

„Das Projekt wäre auch mit dem bisherigen Budget machbar, aber spätere Nachbesserungen kämen am Ende teurer“, so Harald Josten. Ninett Schneider und Christian Zurleit von der Projekt-Arbeitsgruppe „Gesundheitszentrum“ argumentieren ähnlich: Man habe hinter der Tankstelle an der B 71 ein Leuchtturm-Projekt mit landesweiter Bedeutung angeschoben. „Wie es jetzt weitergeht, entscheidet der Rat“, sagt Ninett Schneider. Grundsatzdiskussion und Standortfrage wurden hier ausgiebig erörtert, dennoch gab es immer wieder Gegenwind von Kritikern.

Im öffentlichen Teil der heutigen Sitzung will die Arbeitsgruppe den Stand der Planung erläutern. Zahlen dazu sollen im nicht öffentlichen Teil genannt werden.

Laut Josten sollen die Mehrkosten für das Gesundheitszentrum eine Million Euro nicht überschreiten: „Das alles lässt sich im kommunalen Finanzplan für 2018 durchaus unterbringen. Über Kostenblöcke können wir reden“, so der Ortschef.

Ninett Schneider appelliert an den Rat: „Das ist ein Projekt mit Zukunft. So eine Chance bekommt die Gemeinde nie wieder.“

Von Kai Zuber

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