Nadelöhr Brome soll für lange Brummis undurchlässig werden

Letzte Wendemöglichkeit

Mit einem Schild soll am Parkplatz zwischen Mellin und Brome auf die letzte Wendemöglichkeit für überlange Lkw vor dem Nadelöhr hingewiesen werden, kündigten Bromes Bürgermeisterin Ingrid Klopp und Salzwedels Landrat Michael Ziche gestern an. Foto: Lieske

Mellin. Vor 20 Jahren blieben in Brome im Nadelöhr regelmäßig Schwerlasttransporter hängen. Daraufhin stellte der Flecken damals den Antrag, den Verkehr weiträumig über Klötze umzuleiten. Das war vor 19 Jahren. Seitdem hat sich an der Situation nichts geändert.

Allerdings bleiben immer noch große Fahrzeuge an der engen Kurve in Brome hängen.

Ein Umstand, den der Flecken Brome ändern möchte. Und zwar soll die Ecke noch weiter eingeengt werden. Das Ziel: Wer dann immer noch die ausgeschilderte Umleitung ignoriert, wird aufwändig mit dem Kran aus dem Nadelöhr geholt. Diese Pläne äußerte gestern Bromes Bürgermeisterin Ingrid Klopp. Sie traf sich mit dem Altmarkkreis-Landrat Michael Ziche am großen Parkplatz zwischen Brome und Mellin. Ihr gemeinsames Ziel: Mit großen Hinweistafeln sollen die Lkw-Fahrer dort auf die letzte Wendemöglichkeit vor dem Nadelöhr hingewiesen werden. Und das in verschiedenen Sprachen, so auch auf polnisch und russisch. Denn gerade ausländische Brummi-Fahrer geraten immer wieder in die Sackgasse, wohl, weil sie sich auf ihr Navigationsgerät verlassen, schätzte der Landrat ein. An den Schildern kann es nicht liegen. Sieben Verbotsschilder hatte er allein von Rohrberg bis Mellin gesehen. Es handele sich um internationale Verkehrszeichen, die europaweit gelten. „Theoretisch dürfte keiner ins Nadelöhr fahren“, schlussfolgerte er.

Der Landesbaubetrieb in Stendal soll nun als Baulastträger angeschrieben werden, die Beschilderung in die Wege zu leiten.

Der Landrat zeigte Verständnis für die Sorgen der Bromer. Mit dem Hinweis auf die Wendemöglichkeit sollte das Problem behoben sein, wünschte er wie auch die Bürgermeisterin. Das ändere aber nichts an der Tatsache, dass immer noch der Schwerlastverkehr über Straßen geleitet wird, die nicht für den überörtlichen Verkehr ausgelegt wurden, betonte Michael Ziche abschließend.

Von Peter Lieske

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