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Landwirte informieren sich beim Feldtag in der Versuchsstation Beetzendorf

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Von: Christian Reuter

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Beim traditionellen Feldtag der Versuchsstation Beetzendorf informierten sich am Dienstag, 14. Juni, vor allem Landwirte über den Zustand der einzelnen Kulturen. Rechts im Bild: Stationsleiter Christian Rettschlag. © Christian Reuter

Sie heißen Complice, KWS Donovan, SU Fiete oder Debian. Entscheidende Kennziffern sind das Zulassungsjahr, die Pflanzenlänge und der Kornertrag. Die Rede ist von Weizensorten, die am Dienstag, 14. Juni, beim Feldtag in der Versuchsstation Beetzendorf in Wohlgemuth besichtigt werden konnten. Vor allem Landwirte und Pflanzenzüchter nutzten das Angebot, um sich über die aktuelle Entwicklung bei verschiedenen Kulturen zu informieren.

Wohlgemuth. „Es ist Tradition, dass die Versuchsstation Beetzendorf der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) zum jährlich stattfindenden Feldtag über die aktuellen Versuchsanstellungen informiert“, teilte der Stationsleiter Christian Rettschlag mit.

Vorgestellt wurden Kulturen wie Winter- und Sommergetreide, Kartoffeln, Sojabohnen, Lupinen, Körnerfuttererbsen, Kichererbsen, Silomais und Winterraps. „Trotz der bislang wechselhaften Witterung präsentieren sich die Kulturen in einem optisch sehr guten Zustand. Der Krankheitsdruck in allen Kulturen ist gegenwärtig als moderat einzustufen“, erklärte Rettschlag.

Beim Feldtag wird eine Qualitätseinstufung der angebauten Kulturen vorgenommen. Bewertet werden unter anderem der Reifegrad, der Gesundheitszustand beziehungsweise Krankheitsbefall und der Ertrag.

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Auch zahlreiche Getreidesorten wachsen auf den Versuchsfeldern im Beetzendorfer Ortsteil Wohlgemuth. © Christian Reuter

Apropos Ertrag. „In diesem Jahr erwarten wir eher mittlere Erträge beim Getreide“, sagte der Leiter der Versuchsstation. Grund dafür seien fehlende Niederschläge. Bis Ende Mai habe es in Beetzendorf erst 174,7 Liter Regen pro Quadratmeter gegeben, der Jahresdurchschnitt liege bei 563 Litern. Rettschlag: „In den ersten Monaten dieses Jahres hat sich ein Niederschlagsdefizit aufgebaut. Der März war sehr trocken.“ Und das Defizit der vergangenen Jahre, die durch viel Trockenheit gekennzeichnet waren, sei noch immer nicht ausgeglichen worden.

Was können die Landwirte dagegen tun? „Man muss die Sortenwahl anpassen. Jedes Jahr muss geschaut werden, welche Sorten genommen werden können“, erläuterte Rettschlag. Übrigens erfolge auf den Versuchsfeldern der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln genauso wie in der Praxis.

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