Beschluss des Gemeinderates

Kuhfelder Gemeindearbeiter soll künftig die Regeneinläufe säubern

Straße
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Ein Regeneinlauf in Püggen. Der Kuhfelder Gemeinderat hat beschlossen, dass die Bürger die Regeneinläufe nicht mehr selbst reinigen müssen. Dafür ist nun der Gemeindearbeiter zuständig.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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Die Straßenreinigung sorgt immer wieder für Ärger. Entweder sind die Bürger damit überfordert, oder sie sehen es nicht ein, festgelegte Aufgaben regelmäßig zu erledigen. Die Gemeinde Kuhfelde nimmt ihren Einwohnern künftig Arbeit ab, denn für das Reinigen der Regeneinläufe sind sie nicht mehr zuständig. Dies soll nun der Gemeindearbeiter machen, hat der Rat während seiner jüngsten Sitzung in Kuhfelde beschlossen.

Kuhfelde / Püggen. „Es ist das Beste, wenn das Reinigen der Regeneinläufe in Gemeindehand ist“, sagte ein Ratsherr. Und begründete das auch sofort: „Wir haben ja auch immer mehr ältere Leute. Das kostet Zeit, die Einläufe zu säubern.“

Kuhfeldes Bürgermeister Günther Serien sagte: „Die Gemeinde soll das machen, nicht mehr die Anlieger.“ Das sahen auch fast alle Ratsmitglieder genauso, denn der entsprechende Beschluss wurde mit nur einer Gegenstimme gefasst.

„Vom Prinzip her ist das in Ordnung“, äußerte sich Dirk Tiedge aus Püggen auf AZ-Nachfrage zur Entscheidung des Kuhfelder Rates. „Denn wer soll an der Bundesstraße die Gullys säubern?“, fügte er noch hinzu. Allerdings ärgert sich Tiedge darüber, dass in Püggen der Gemeindearbeiter immer erst komme, wenn es Beschwerden oder Hinweise von Bürgern gebe. Dabei müsste es doch eigentlich einen regelmäßigen Rhythmus geben, so wie in allen Orten.

Die Bushaltestelle in Püggen sei zugemüllt, und zudem würden an den Straßen Big Packs fehlen, in die die Anlieger das Laub entsorgen können. „Die Big Packs hatte ich schon einmal im Gemeinderat gefordert, aber der Bürgermeister hat gesagt, dass das nicht die richtige Lösung sei“, berichtete Tiedge.

Beim Reinigen der Straße und des Gehwegs traf der AZ-Redakteur am Donnerstag, 11. November, in Püggen eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht nennen wollte. Sie könne bestätigen, dass der Gemeindearbeiter nur komme, wenn es Beschwerden gebe. Die Straßenreinigung ist aus ihrer Sicht aber noch nicht einmal das größte Problem im Dorf. „Ganz schlimm sieht es auf dem Friedhof aus. Dort wird kein Gras gemäht, und jetzt im Herbst liegt überall das Laub herum. Da müsste ja zumindest einmal geharkt werden“, sagte die Frau verärgert.

Wenn es derzeit auf dem Friedhof eine Beerdigung gebe, sei das kein schöner Anblick für die Angehörigen.

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