Interessengemeinschaft begrüßt Investor-Pläne / „Landwirtschaftliche Flächen – keine Biotope“

Der kürzeste Weg zum Windpark

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Hilmar Wiewall (v.l.), Dirk Tiebermann, Annett Bischoff, Björn Bischoff und Werner Ranft setzen sich in der Interessengemeinschaft „Windkraft Siedenlangenbeck“ für den Bau des Windparks ein.

Siedenlangenbeck. Für die Mitstreiter der Interessengemeinschaft (IG) „Windkraft Siedenlangenbeck“ ist klar: Der neue Plan für die Erschließung des Windvorranggebietes im Jeetzetal ist bisher der beste.

„Die Interessengemeinschaft ‘Windkraft Siedenlangenbeck‘ bewertet die aktuell vorgeschlagene Erschließungsvariante des Investors Enercon zum geplanten Windpark in Siedenlangenbeck als positiv, konstruktiv und umsetzbar“, betont Björn Bischoff für die IG.

Direkt von der B 248 zum Windpark: Eine alternative Erschließung des Baugrundes – ohne Beeinträchtigung des Dorfes Siedenlangenbeck – erscheint nun möglich.

Bischoff führte bei einem Ortstermin gestern weiter aus: „Die geplante Erschließung bringt eine Reihe von Vorteilen zu den bisherigen Planungen. Sie stellt die kürzeste Verbindung zwischen der nahegelegenen B 248 und dem geplanten Windpark dar, wobei nur eine kurze Strecke auszubauen und zu befestigen ist, da ein großer Teil bereits als Feldweg existiert. Der Verkehr durch Baustellen- und später durch Servicefahrzeuge führt hier durch keine Ortschaft abseits der B 248. Für die Ortsdurchfahrt Siedenlangenbeck bedeutet das, dass es keinen Baustellenverkehr während der Bauphase gibt.“ Einen Einfluss auf landwirtschaftliche Flächen sehen die IG-Mitstreiter kaum, denn diese seien hauptsächlich Grünland.

Einen Eingriff in die Natur sehen die Befürworter des Windparks ebenfalls nicht. Wege und eine Eisenbahnlinie laufen dort bereits entlang. Die Wege, die noch zu bauen wären, stellen aus ihrer Sicht als Schotterflächen keine dauerhafte Versiegelung des Bodens dar. „Es handelt sich bei den im Windvorranggebiet ausgewiesenen Flächen nicht, wie von den Herren Lehnemann und Thaute (Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Jeetzetal“, Anm. d. Redaktion) fälschlicherweise behauptet wird, um Biotope, sondern um intensiv bewirtschaftetes Grünland, welches drei- bis viermal im Jahr gemäht wird und der Futtergewinnung für die nahe Milchviehanlage Siedenlangenbeck sowie Bauern aus Püggen dient“, kritisiert Bischoff die Gegenseite (AZ berichtete).

Auch den Ausführungen des Kreisnaturschutzbeauftragten Ralf Knapp steht die IG kritisch gegenüber. „Mitglieder der IG, die in den vergangenen Wochen mit dem Beschnitt der für die Gegend typischen Kopfweiden beschäftigt waren, konnten entgegen den Behauptungen des Naturschutzbeauftragten weder Rotmilan noch Schwarzstorch sichten“, so Bischoff.

Von David Schröder

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