Kritik an Beetzendorfer Bauplänen

kzu - Dähre. Mit überwiegend harscher Kritik bedachten mehrere Dährer Ratsmitglieder das Prozedere um den teuren Um- und Anbau am Beetzendorfer Verwaltungsgebäude der Verbandsgemeinde (VG). Man sah sich hier vor vollendete Tatsachen gestellt, an denen sich am Ende kaum etwas richten ließe.

Seitens der VG habe man erst reagiert, als sich angesichts des rund 1,6 Millionen Euro teuren Umbaus Unmut in der Bevölkerung breit machte. Dähres Bürgermeister Harald Heuer betonte zwar noch einmal, dass die VG nur als Mieter auftritt und an den Bauherren, die Gemeinde Beetzendorf, jährlich 48 000 Euro zahlt, aber das besänftigte die Kritiker nicht: Sie rügten vor allem die Art und Weise, wie das Projekt „von oben“ durchgedrückt wurde.

Im Rat sprach man von einer „wenig durchdachten Eilentscheidung“, die wohl im Zusammenhang mit Fördermitteldruck entstanden sei. Michael Olms und Otthard Schulz rügten die langfristigen Verpflichtungen des Mietverhältnisses von 20 Jahren: „Wer weiß denn, was in 20 Jahren ist?“ Der Kritik schlossen sich auch die Ratsherren Klaus Schulz, Frank Schulz und Eckehard Schulz an: „Wir wollten doch eigentlich unsere Verwaltungskosten in der VG senken“, erinnerte Frank Schulz.

„Für die Gemeinde Beetzendorf rechnet sich das Vorhaben natürlich, aber uns stößt das ganze Projekt sehr sauer auf“, betonte Otthard Schulz. Schließlich sitze man ja letztlich doch gemeinsam in einem Boot.

Während der Ratssitzung am Montag kam man in der Runde auch auf die „recht komfortable Finanzsituation“ der VG zu sprechen. Diese stünde jedoch im krassen Gegensatz zu den riesigen Haushaltslöchern vieler Mitgliedsgemeinden. Von den über 800 000 Euro Überschuss im VG-Haushalt forderten mehrere Dährer Ratsherren einen Ausgleich. Derzeit sind eine Reduzierung der Umlage von einem Prozent und der Verzicht auf Anteile aus der Investhilfe im Gespräch.

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