Rosemarie Gutsche schaut monatlich in der Kuhfelder Kindertagesstätte vorbei

Kreative Basteloma zu Besuch

Kuhfelde. Mit aufmerksamen Blicken folgten die Kinder in der Kuhfelder Kindertagesstätte jede Bewegung von Rosemarie Gutsche. Kurz darauf griffen sich die jungen Bastler selbst Stoffe und Stäbchen um das umzusetzen, was ihnen gezeigt wurde.

Zeigten ganz stolz ihre selbst gebastelten Halsketten: Gisélle (v.l.) und Paul. Marlene war noch eifrig beschäftigt, ihre Kette fertigzustellen. Fotos (2): Köhler

Rosemarie Gutsche ist allen in der Einrichtung nur als Oma Rosie bekannt und beliebt. Die resolute Rentnerin ist seit einem Jahr jeden Monat einmal zu Gast in der Kindertagesstätte. „Eigentlich ist mein Enkel Tyler schuld“, erzählt Rosemarie Gutsche lachend. Überhaupt lacht sie viel und freut sich sichtlich, wenn die Kinder schwierige Handgriffe alleine umsetzen können. Die „Basteloma“, wie die Betreuerinnen liebevoll zu Rosemarie sagen, hat so manchen Kniff in petto. Kein Wunder: War sie doch jahrelang als Hortlerin in der Geschwister-Scholl-Schule in Salzwedel tätig. „Da hat man so einige Ideen auf Lager“, verriet sie mit einem Augenzwinkern.

Gestern wurde aus einer Stoffschnur und mehreren Stoffstücken eine bunte Halskette angefertigt. Der Stoff war bereits in kleine Streifen geschnitten und wurde von den Kindern auf ein Holzstäbchen gewickelt. Dann abgezogen und durch das Loch die Stofschnur gezogen – fertig war die bunte Kette. Diese erfreute noch am gestrigen Abend zahlreiche Muttis.

„Hauptsache kreativ und nicht so schwierig“ sind die Anforderungen, die für Oma Rosie wichtig sind. Übrigens: Auch wenn Tyler den Kindergarten verlässt, wird die Basteloma der Einrichtung noch lange erhalten bleiben. „Ich habe noch einen jüngeren Enkel, der ebenfalls die Kindertagesstätte besucht“, lacht Rosemarie Gutsche. Währenddessen sind ihre Hände unaufhöhrlich in Bewegung, helfen hier, verbessern da. Doch laut oder gar unwirsch wird Rosemarie Gutsche dabei nicht – denn die Bastelstunden sollen den Kindern vor allem Spaß machen.

Von Andreas Köhler

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