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Kranzniederlegung der Vereine in Apenburg: „Wir halten zusammen“

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Von: Kai Zuber

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Apenburgs Wehrchef Ronny Runge zur Kranzniederlegung
Bei der Rede von Apenburgs Wehrchef Ronny Runge (rechts) klang auch die Sorge vor der Ausweitung des militärischen Konfliktes in der Ukraine mit. © Zuber, Kai

„Die verantwortlichen Kriegstreiber kommen viel zu oft ungeschoren davon und werden leider selten zur Verantwortung gezogen“, betonte am Sonntagmorgen Apenburgs Wehrchef Ronny Runge bei seiner Rede an der Dorfkirche. Die Apenburger Vereine legen dort traditionell zum Volkstrauertag Kränze am Denkmal nieder.

Apenburg – Begleitet von leisen Trommelwirbeln des Apenburger Spielmannszuges hatten die Schützengilde, der Sportverein, die Freiwillige Feuerwehr und auch die Angler sowie die Arbeitsgruppe „Alte Burg“ Kränze zum Volkstrauertag gestiftet. Unter anderem, um an die Opfer der beiden Weltkriege zu erinnern, aber auch, um vor aktuellen oder drohenden militärischen Konflikten zu warnen. Angesichts des drohenden Blackouts (längerfristiger Stromausfall) sagte Ronny Runge: „Wir werden zusammen halten“.

Hintergrund: Derzeit werden in der Gemeinde Apenburg-Winterfeld die Möglichkeiten ausgelotet, wie die Bevölkerung in einer solchen Situation geschützt werden kann. „Dazu laufen momentan die Gespräche in den Ortsteilen – auch hinsichtlich der Notstrom-Versorgung und der Räumlichkeiten, wo Bürger sich aufwärmen können“, sagte Bürgermeisterin Ninett Schneider auf Anfrage der AZ.

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag
Begleitet von Trommelwirbeln des Spielmannszuges legten die Schützengilde, der Sportverein, die Feuerwehr und auch die Angler sowie die Arbeitsgruppe „Alte Burg“ Kränze zum Volkstrauertag nieder. © Zuber, Kai

Erste Anlaufstelle ist Feuerwehrgerätehaus

In Apenburg wäre laut Ronny Runge das Feuerwehrgerätehaus erste Anlaufstation der Bürger bei einem Blackout. Doch aufwärmen und versorgen können sich die Einwohner im Apenburger Dorfgemeinschaftshaus. „Dort haben wir die entsprechenden Voraussetzungen dafür geschaffen. Alles Weitere wird in den kommenden Tagen noch geklärt“, so der Wehrchef. Sorge bereitet den Feuerwehrleuten im Falle eines Blackouts die Aufrechterhaltung der Funkverbindungen. Diese digitalen Funk-Strukturen benötigen Strom. „Die analogen Funkgeräte mussten wir ja abgeben“, sagte Ronny Runge.

Die Sirene könne jedoch vorübergehend betätigt werden. Die Möglichkeit, mit Handsprechfunkgeräten einen Notfunk einzurichten, werde derzeit geprüft, erfuhr die AZ. Erstmals in der Geschichte der Apenburger Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag zeigte auch die Polizei Präsenz am Rande der Zeremonie, was bei den Beteiligten für etwas Verwunderung sorgte.

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