Gesundheitsamt verbietet Veranstaltungen / Bisherige Maßnahmen „nicht ausreichend“

Krähen-Kadaver und Kot im Park

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Ein Krähenkadaver im Beetzendorfer Park.

Beetzendorf. Die enormen Beeinträchtigungen durch eine riesige im Beetzendorfer Park nistende Krähenkolonie haben ein Nachspiel.

Krähenkot, wohin man in der Parkanlage auch schaut.

Ein Vertreter des Gesundheitsamtes des Altmarkkreises war vor Ort und hat sich von den gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch tote und halbverweste Saatkrähen ein Bild gemacht. Bürger hatten im Vorfeld über die unhaltbaren Zustände ihren Unmut bekundet, weil während der jüngsten Caritas-Festspiele in unmittelbarer Nähe dutzender Tierkadaver und Kothaufen Essen ausgeteilt wurde.

Beetzendorfs Ortsbürgermeister Lothar Köppe hatte Personal beauftragt, für Ordnung zu sorgen und die Kadaver zu entfernen. Eine Hygienemitarbeiterin des Kreises führte am gleichen Tag noch eine Begehung durch. „Danach schätzt das Gesundheitsamt ein, dass bisherige Maßnahmen nicht ausreichend sind“, so Pressesprecherin Birgit Eurich. Fazit der Behörde: Auch wenn eine Reinigung der Wege erfolgt, bleiben unter den Bäumen und um die Bühne herum Vogelreste, Kadaver und Krähenkot. „Auch der Eingangsbereich des Parks ist in Mitleidenschaft gezogen“, ließ das Gesundheitsamt verlauten. Und: „Gesundheitliche Gefährdungen sind durch Feder- und Kotstaub sowie durch Zerfallsprodukte der Krähen nicht auszuschließen. Deshalb ist von der Durchführung von Veranstaltungen und Nutzung des Eingangsbereichs so lange Abstand zu nehmen, so lange die Gesundheitsgefahr besteht.“

Nach erneuter Rücksprache wurde durch die Gemeinde Beetzendorf gegenüber dem Gesundheitsamt zugesichert, dass „alle notwendigen Maßnahmen dazu veranlasst werden“.

Die Kommune kann beim Umweltamt, Sachgebiet Naturschutz, einen Antrag auf Vergrämungsmaßnahmen stellen, um die vor allem am Parkeingang nistende Krähenkolonien zu vertreiben.

Von Kai Zuber

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