Schaffung einer Lokalen Aktionsgruppe auf dem Gebiet des Altmarkkreises

Kommunen votieren für Neustart

Beetzendorf aus der Vogelperspektive
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Beetzendorf aus der Vogelperspektive: Der Schaffung einer gemeinsamen Lokalen Aktionsgruppe (LAG) auf dem Gebiet des Altmarkkreises Salzwedel in der EU-Förderperiode 2021 bis 2027 stehen die Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf positiv gegenüber.

Der Schaffung einer gemeinsamen Lokalen Aktionsgruppe (LAG) auf dem Gebiet des Altmarkkreises Salzwedel in der EU-Förderperiode 2021 bis 2027 stehen die Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf positiv gegenüber. Am Dienstag, 8. Juni, votierten auch die Ratsmitglieder der Gemeinden Diesdorf und Kuhfelde für diese Lösung, die unter anderem im Vorfeld von Salzwedels Landrat Michael Ziche initiiert wurde (wir berichteten).

Beetzendorf (von Kai Zuber). Die Kommunen, so hieß es, wünschen sich künftig die Umsetzung von mehr Förderprojekten im Altmarkkreis. In den vergangenen Jahren habe es trotz aller Erfolge hin und wieder ein gewisses Ungleichgewicht für Leader-Förderprojekte zugunsten des Landkreises Stendal gegeben, hieß es zum Beispiel seitens des Kuhfelder Bürgermeisters Günther Serien. Das soll sich künftig ändern, auch wenn insgesamt die finanziellen Mittel wohl knapper werden.

Dennoch: Die Landesregierung hat zusätzliche EU-Mittel für den Leader-Prozess in Höhe von 12,75 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Rund 0,9 Millionen Euro werden der bisherigen Lokalen Aktionsgruppe Mittlere Altmark zugewiesen. Die Landesregierung hatte zuvor die Richtlinie zur Förderung des Europäischen Leader-Programms in Sachsen-Anhalt aktualisiert und deren Gültigkeit bis Ende 2022 verlängert. „Bisher konnten wir in unserer Lokalen Aktionsgruppe in der laufenden EU-Förderperiode 104 Leader-Vorhaben erfolgreich auf den Weg bringen und dafür rund 6,3 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union einsetzen“, stellte die LAG-Vorsitzende Verena Schlüsselburg zufrieden fest.

Mit den jetzt verfügbaren zusätzlichen Mitteln könne man zumindest einen Teil jener Vorhaben unterstützen, die von der LAG-Mitgliederversammlung bereits auf Prioritätenlisten platziert worden waren, die jedoch bisher keine Chance hatten, sich um EU-Mittel zu bewerben, so die langjährige LAG-Vorsitzende weiter. Interessant sei auch, dass in der Leader-Region eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Förderung nachgewiesen werden kann. Während im Durchschnitt des Landes Sachsen-Anhalt im Zeitraum 2014 bis 2020 55 Euro je Einwohner aus Mitteln in Projekte geflossen sind, beläuft sich dieser Kennwert in der Mittleren Altmark auf 65 Euro.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Beteiligung am Landeswettbewerb ist eine homogene Gebietskulisse, in der dann künftig EU-Mittel zum Einsatz kommen. Das Gebiet der LAG Mittlere Altmark wird sich künftig voraussichtlich aus den Einheitsgemeinden Stadt Bismark (Altmark), Stadt Kalbe (Milde) und Hansestadt Osterburg (Altmark) sowie den Verbandsgemeinden Arneburg-Goldbeck und Seehausen (Altmark) zusammensetzen. Die bisher zu dieser LAG gehörende Stadt Arendsee (Altmark) und die Hansestädte Gardelegen und Salzwedel sowie die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf wollen eine eigene Leader-Region bilden. 

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