Neustart für diverse Projekte 2021

Jahresbericht des Heimatvereins Hohengrieben: Kleines Dorf punktet mit E-Mobilität

Nicht entgangen war vielen Ausflüglern, dass Hohengrieben mit einer E-Ladesäule für Autos ein Vorreiter in der Region ist. Auch Besitzer von Elektrofahrrädern können ihre Drahtesel während einer Rast aufladen.
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Nicht entgangen war vielen Ausflüglern, dass Hohengrieben mit einer E-Ladesäule für Autos ein Vorreiter in der Region ist. Auch Besitzer von Elektrofahrrädern können ihre Drahtesel während einer Rast aufladen.

„Das Vereinsjahr 2020 begann mit vielen geplanten Vorhaben. Bereits im Frühjahr mussten wir uns damit abfinden, dass es auf Grund der Corona-Pandemie zu Einschränkungen kommen wird“, beginnt Dr. Gerhard Schulz als Vorsitzender des Heimatvereins Hohengrieben seinen Jahresbericht.

Hohengrieben – Schulz gab im Gespräch mit der AZ einen Überblick der Auswirkungen auf realisierte und nicht realisierbare Vorhaben.

Am 5. Februar konnten die Hohengriebener vor der Pandemie in der Schulscheune noch interessierte Gäste aus der Region, Vertreter des Landkreises, der Wirtschaft und des Rotary-Clubs Salzwedel zu einem interessanten Vortrag begrüßen. Martin Roemheld, Leiter des E-Mobilitäts-Service im VW-Konzern, referierte über den Aufbau einer intelligenten Infrastruktur für E-Fahrzeuge in Deutschland und Europa.

Nicht entgangen war dem Manager, dass Hohengrieben mit einer E-Ladesäule ein Vorreiter in der Region ist. Zwei weitere Vorträge füllten die Schulscheune im Januar 2020: Der erste Vortrag hatte den Besuch, die Erfahrungen, Eindrücke und das Pflanzen einer Hohengriebener Eiche in Tschernobyl zum Thema. Der zweite Vortrag hieß „Auf Vater’s Spuren“ und war ein Reisebericht einer Autoreise durch die Ukraine.

Nach 50 Jahren fand erstmals der Zelttanz als Höhepunkt nicht statt. Die Kinder der Kita Ahlum freuten sich über die Einladung nach Hohengrieben. Doch der Vortrag über Vogel Strauß, Eieröffnen von Strauß und Emu mit anschließenden Eierbackessen und das Suchen von Ostereiern unter den Eichen mussten ebenfalls abgesagt werden.

Auch für zwei geplante Vorträge über Hohengrieben und das größte nukleare Reaktorunglück der Menschheitsgeschichte in Tschernobyl, mit der Situation 34 Jahre danach vor Schülern des Gymnasiums Beetzendorf, blieb die Schulscheune geschlossen. Das in Zusammenarbeit mit den „Altmark-Festspielen“ vorbereitete Chorkonzert zum Pfingstfest in Hohengrieben musste ebenfalls abgesagt werden. „Ob es nochmals gelingt, den weltberühmten Dudaryk Chor aus der Ukraine nach Hohengrieben zu holen ist fraglich. Die Himmelfahrtsveranstaltung konnte nicht stattfinden“, berichtet der Vorsitzende.

Auf Einladung des Heimatvereins erwarteten die Hohengriebener in der Zeit vom 7. Juni bis 26. Juni 2020 eine anerkannte Raumfahrtspezialistin aus der Ukraine. Für die stellvertretende Direktorin des nationalen Space-Museums S.P. Korolev in Zytomyr wurde ein umfangreiches Programm vorbereitet. Die Corona-Situation in der Ukraine und Deutschland verhinderten auch dieses Vorhaben.

In der Hoffnung auf bessere Zeiten ist ein Termin für die Zeit Ende April bis Mitte Mai 2021 neu geplant. Frau Chetvertak konnte für den Eröffnungsvortrag beim Zelttanz 2021 gewonnen werden, sofern Corona es zulässt. Trotz der Einschränkungen stand das Vereinsleben nicht still. Erstmals musste die Schulscheune als Trauerhalle hergerichtet werden. Jaylyn Stratton aus Florida wurde im Rahmen eines Schüleraustauschprogamms des Rotary Clubs Salzwedel in Hohengrieben aufgenommen. Sie besuchte das Gymnasium in Beetzendorf und war bei Familie Fuhrmann zuhause.

Schweren Herzens erinnerte der Hohengriebener Vereinschef auch an eine tragische Nachricht: Die „Morgensonne“ war für immer untergegangen, denn plötzlich und unerwartet verstarb am 22. September 2020 das Vereinsmitglied Gerald Eggert „Schere“. Der Komponist der „Hohengrieben-Hymne“ wird für immer unvergessen bleiben. (zu)

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