Fachkräftemangel: Mütter und Väter bangen um Betreuung ihrer Knirpse

Kita-Krisengespräch: Aber ohne betroffene Eltern

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Der Fachkräftemangel in der Kindertagesstätte Dähre sorgt bei Eltern und Personal für Diskussionsbedarf. Ein einberufenes Krisengespräch fand unter Ausschluss der betroffenen Eltern statt.

Dähre. Kinderbetreuung in Tagesstätte und Hort, das dann auch noch bei offenbar zu wenig Personal – die Eltern bangen um eine vernünftige Betreuung ihrer Knirpse in Dähre.

Nachdem die Altmark-Zeitung am Mittwoch die Sorgen und Nöte der Eltern aufgegriffen hat, gab es noch am selben Abend ein Krisengespräch in der Tagesstätte – ohne die Eltern. Und das bringt die erst Recht in Rage.

Verbandsgemeindebürgermeisterin Christiane Lüdemann hatte das Kita-Personal zusammengetrommelt und will die Situation offenbar hinter verschlossenen Türen klären. Und muss sich nun Vorwürfe der Eltern gefallen lassen. Nadine Hasenbank, Mutter eines der betroffenen Kinder, will ein Gespräch mit allen Beteiligten – vorneweg natürlich den Eltern. Denn um ihre Kinder geht es. Hasenbank will auch nicht, dass am falschen Ende bei der Betreuung der Jungen und Mädchen gespart wird. Sie kritisiert die Verbandsgemeindebürgermeisterin, die ihrer Ansicht nach „Kita-Probleme abblockt“ und sieht sich darin durch die Gespräche hinter verschlossenen Türen nur noch bestärkt.

Christiane Lüdemann war am Donnerstag nicht zu erreichen. Aus ihrer Verwaltung war zu erfahren, dass sie sich derzeit in Magdeburg aufhalte, auch nicht über ihr Handy zu erreichen sei. Und die für die Kitas zuständige Fachbereichsleiterin Eva-Maria Benecke war nicht bereit, zu dem brisanten und die Eltern bewegenden Thema etwas zu sagen.

Der Unmut wächst. Die Mütter und Väter fühlen sich übergangen. Und: Die Mauer des Schweigens wächst. „Nach meinem Wissen dürfen die Erzieherinnen auch nichts mehr zu diesem Thema sagen“, ärgert sich Nadine Hasenbank über eine für sie unverständliche Maulkorbpolitik.

Von Katja Lüdemann

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