Gebäude aus dem 13. Jahrhundert erhielt 2020 schon neue Fenster

Wallstawer Kirche dank Spenden renoviert

Kirche in Wallstawe
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Die Wände der Wallstawe Kirche wurden im Februar gemalert. Die Arbeiten wurden von der Kirchengemeinde, auch dank Spenden, und dem Kirchenkreis finanziert.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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 Die Wallstawer Kirche konnte mithilfe von Spenden renoviert werden. Die Innenwände des spätromanischen Feldsteinbaus aus dem 13. Jahrhundert erhielten einen neuen Farbanstrich. „Die Malerarbeiten haben etwa 4.000 Euro gekostet und wurden durch die Kirchengemeinde (inklusive Spenden) und den Kirchenkreis (etwa 20 Prozent) finanziert“, erklärte Rainer Wellkisch, Baupfleger im Kreiskirchenamt.

Die Malerarbeiten waren bereits im Februar ausgeführt worden, teilte die Kirchenälteste des Gemeindekirchenrates Wallstawe, Martina Nimmergut, gegenüber der AZ mit. Die Renovierung sei auch dringend notwendig gewesen. „Der letzte Anstrich war vor 40 Jahren erfolgt. Einige Stellen an den Wänden waren schon vom Salpeter zerfressen“, sagte sie. Die feuchten Wände der Kirche waren offensichtlich durch fehlende Dachrinnen begünstigt worden.

Im Unterschied zum Turm hat das Hauptdach keine Regenrinne.

Das Thema Dachrinnen werde viel diskutiert, informierte Wellkisch. Denkmalpflegerisch sei das Erscheinungsbild der Wallstawer Kirche ohne Rinnen das gängige Bild. Und die Substanz sei „noch ganz in Ordnung“ dafür, dass die Kirche seit etwa 750 Jahren ohne Dachrinnen stehe. Somit habe man sich in der Vergangenheit oftmals gegen Dachrinnen ausgesprochen.

„Gegen diese Argumentation sprechen oftmals Schäden im Sockelbereich der Kirche oder an exponierten Stellen mit hohem Wasseraufkommen. Dort sind durch Spritzwasser die Fugen ausgewaschen und die Mauern feucht. Es entstehen Risse oder Ausbrüche“, erklärte der Baupfleger. Im Einzelfall müsse abgewogen werden, welcher Vorteil eine Dachrinne hat oder ob es andere Lösungen gibt, die den Denkmalcharakter des Gebäude unterstreichen, so Wellkisch.

Die Wallstawer Kirche ist ein spätromanischer Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert. Das Besondere ist der Turm an der „verkehrten“ Seite, der Ostseite.

Martina Nimmergut bedankt sich bei allen Spendern: „Wir freuen uns, dass die Kirche den Wallstawern so am Herzen liegt.“ Im Sommer soll es an der Kirche eine Andacht geben, als Dankeschön an die Spender. Über die genaue Spendenhöhe konnten Martina Nimmergut und Rainer Wellkisch keine Angabe machen.

Bereits im vergangenen Jahr waren sechs Fenster der Kirche erneuert worden. Das hat laut Wellkisch 11.000 Euro gekostet, finanziert durch Eigenmittel der Kirchengemeinden, Spenden und den Kirchenkreis.

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