Verunreinigte Purnitz in Apenburg / Altmarkkreis will erst Freitag über die Ursache informieren

150 Kilo tote Fische eingesammelt

+
Ein Naturidyll, das die Angler aus Apenburg und der Umgebung derzeit meiden. Die Fischteiche an der Purnitz sind gesperrt, da die Ursache des Fischsterbens noch nicht bekannt ist.

Apenburg. 150 Kilogramm tote Fische sammelten die Apenburger Angler aus ihren Teichen nachdem in kurzer Folge Verunreinigungen der Purnitz auch in dem Fluss für ein Fischsterben gesorgt hatten (AZ berichtete). Das ist nun fast drei Wochen her.

Die Teiche sind immer noch für den Angelbetrieb gesperrt. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir wissen ja nicht, ob es nur Gülle oder doch eine Chemikalie war“, erklärt Hilmar Reichelt vom ansässigen Angelverein und äußert anschließend auch seine Sorge, dass Menschen beim Verzehr der Fische zu Schaden kommen könnten.

Reichelt zeigt sich im AZ-Gespräch enttäuscht über die spärliche Informationspolitik des Altmarkkreises. „Es soll ein landwirtschaftlicher Betrieb gewesen sein, es soll Gülle gewesen sein, aber genau wissen wir das nicht und warten weiter auf die Ergebnisse der Wasserproben“, zählt Reichelt auf.

Vor gut zwei Wochen trieben plötzlich tote Fische auf der Purnitz. Sofort wurden Wasserproben entnommen.

Die sollen laut Kreisangaben am Freitag vorliegen. Umweltamtsleiter Herbert Halbe nannte als Ursache „etwas Ähnliches wie Sickersaft und Gärreste“ und sprach von „organisch belastetem“ Purnitzwasser. Nach drei Wochen (!) liegen dem Amt – folgt man den Aussagen seines Leiters – offenbar noch immer keine klaren Untersuchungsergebnisse vor. Oder das Amt verschweigt sie der Öffentlichkeit.

Von David Schröder

Mehr zum Fischsterben lesen Sie am Mittwoch in der Altmark-Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare