Verbandsgemeinde untersagt öffentliches Verbrennen

Zu Ostern keine Brauchtumsfeuer in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf

Osterfeuer
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Brauchtumsfeuer zum Osterfest werden aus jetziger Sicht von der VG Beetzendorf-Diesdorf nicht erlaubt, es dürfen nur Gartenabfälle von maximal einem Kubikmeter von Gemeindearbeitern verbrannt werden.
  • Christian Reuter
    vonChristian Reuter
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Der Besuch von Brauchtumsfeuern zum Osterfest gehört auch in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf für viele Menschen zu den lieb gewonnenen Traditionen. Doch wegen der Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden die Bürger auch in diesem Jahr sehr wahrscheinlich erneut darauf verzichten müssen.

„Brauchtumsfeuer sind genehmigungspflichtig. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden wir keine Genehmigung für Brauchtumsfeuer erteilen können“, informierte Michael Olms, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf, während der jüngsten Sitzung des VG-Planungs-, Bau- und Vergabeausschusses.

Nun lässt die Formulierung „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ noch einen gewissen Spielraum zu. Deshalb erklärte Olms: „Sollte die Corona-Verordnung geändert werden, werden wir dynamisch darauf reagieren.“

Alle Freunde von Osterfeuern können also noch weiter darauf hoffen, dass es zum diesjährigen Fest wieder Brauchtumsfeuer geben könnte. Doch eine Absage der Feuer wäre nicht nur wegen der fehlenden Traditionspflege und der nicht vorhandenen Gemeinschaft im Lichte des Feuerscheins ein Problem. Die andere Frage ist, was mit den Holzhaufen, die zu Ostern nicht verbrannt werden, geschehen soll. Ein Thema, das auch den Rohrberger Bürgermeister Bernd-Heinrich Schulz beschäftigt. Deshalb hakte er im Bauausschuss nach: „Gemeindearbeiter dürfen aber verbrennen?“ Der VG-Bürgermeister gab Auskunft: „Ja, aber nur im Rahmen des Verbrennens von Gartenabfällen. Das heißt, maximal nur ein Kubikmeter.“

Bereits im vergangenen Jahr konnten wegen der Corona-Pandemie und der dadurch erlassenen Verordnung keine Osterfeuer veranstaltet werden, die Haufen blieben vielerorts bis zum Herbst oder gar bis zum Ende des Jahres liegen, ehe sie von den Feuerwehren kontrolliert abgebrannt wurden. Ob dies in diesem Jahr anders wird, bleibt abzuwarten.

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