Kuhfelder Rat lehnt Anliegen eines Großinvestors ab / Geeignete Fläche fehlt

Kein Platz für Solarzellen

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Auf dem Dach der Kuhfelder Grundschule ist eine Photovoltaikanlage installiert. Weitere sind derzeit nicht geplant. Foto: Schröder

Kuhfelde. Eine zehn Hektar große Photovoltaik-Anlage sollte nach Plänen eines auswärtigen Investors beim Kuhfelder Ortsteil Wöpel entstehen. „Dazu wollte die Firma Altus AG eine Fläche am Rande des ehemaligen Bahndammes nutzen“, erklärte Bürgermeister Frank Leskien.

Der Rat der Gemeinde war sich aber schnell einig, diesem Anliegen nicht zuzustimmen. „Das ist eine landwirtschaftliche Nutzfläche“, betonte Leskien und ergänzte, dass in der Gemeinde derzeit keine geeigneten Flächen für Solaranlagen in dieser Größenordnung zur Verfügung stehen.

Ansonsten ist Kuhfelde eine Vorreitergemeinde in der Altmark wenn es um erneuerbare Energien geht. Bürgermeister Leskien verwies auf die Photovoltaikanlage auf der Grundschule oder die Biogasanlage. „Wo so etwas hinpasst, ist es auch in Ordnung“, betonte Leskien. Für die Pläne des Investors hätten keine so genannten Konversionsflächen zur Verfügung gestanden.

Fortschritte macht allerdings das Anliegen der Enercon GmbH zwischen Siedenlangenbeck und Püggen einen Windpark mit fünf bis sechs Windkraftanlagen zu bauen. „Nach meiner Kenntnis sollen die Genehmigungsunterlagen demnächst eingereicht werden“, erklärte Leskien. Der Bürgermeister versprach vor weiteren Schritten zu einer Bürgerversammlung einzuladen. „Es ist ja auch eventuell eine Bürgeranlage geplant“, betonte Leskien.

Positive Nachrichten zum Gemeindehaushalt 2014 gab es am Dienstagabend auf der Gemeinderatssitzung. Die Kämmerin der Verbandsgemeinde, Dorlis Reimann, erklärte, dass die Gemeinde ab Juli dieses Jahres schuldenfrei sei. „Dann wird die letzte Rate eines Kredites abbezahlt.“ Der aktuelle Haushalt sehe derzeit 893 100 Euro Einnahmen vor. Auf der Ausgabenseite stünden 847 600 Euro. Auf der Investitionsliste stehen dabei die Altmarkhalle, mit Umstellung der Heizungsanlage auf Erdgas, sowie ländlicher Wegebau von Valfitz bis zur Jeetzebrücke und von Vitzke zur Gemarkungsgrenze.

Von David Schröder

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