Kein optimales Jahr für Mais und Knolle

Beim Gang durch die Anbaureihen der Beetzendorfer Versuchsstation gab es von Norbert Kuhlmann (r.) gestern Erläuterungen zu den einzelnen Mais-Sorten.

Wohlgemuth - Von Matthias Mittank. Auf der Versuchsstation im Beetzendorfer Ortsteil Wohlgemuth rückten gestern Kartoffeln und Mais in den Mittelpunkt des Interesses. Während des Feldtages konnten Norbert Kuhlmann und Rolf Schulze von der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) durchwachsene Bilanzen ziehen.

Mai kühl und nass, füllt des Bauern Scheun' und Fass. Diese Bauernweisheit hätte in diesem Jahr eigentlich Spitzenerträge in der Landwirtschaft erwarten lassen. „Die nötige Feuchtigkeit war zwar beim Legen des Mais im Frühjahr da. Dafür war es aber zu kalt“, blickte Norbert Kuhlmann zurück. Und kaum war das Saatgut im Boden, drehte sich der Spieß um. So waren die beiden Monate Juni und Juli für den Mais viel zu trocken. „Das Wachstum kam einfach nicht in Gange, die Kolbenausbildung ließ zu wünschen übrig“, so die Bilanz des LLFG-Dezernenten. Durch den regenreichen August hätten zumindest die Maisäcker auf den normalen Böden mittlerweile aufgeholt. „Bei mageren Grenzstandorten wird es dagegen zu Ertragsverlusten kommen“, glaubt Norbert Kuhlmann, der mit einem etwas späteren Erntetermin für Mais rechnet – „nicht vor Mitte September.“

Auch für die Kartoffel war es kein optimales Jahr. „Durch den langen Winter verschob sich der Anbautermin im April um 14 Tage nach hinten“, so der Leiter der Versuchsstation, Rolf Schulze. Die kurze Vegetationsperiode wurde zudem von der langen Hitzeperiode unterbrochen. Die frühen Sorten starben dadurch zu schnell ab, die späten bekommen dagegen durch den derzeitigen Regen noch einen Schub. „Die Pflanzen entziehen den Knollen nun allerdings die Stärke. Das wirkt sich unter anderem auf die Festigkeit der Knollen aus“, so Rolf Schulze.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare