Karin Lange sorgt sich um Fritzi / Wunde von Luftgewehr verursacht

Kater angeschossen

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Fritzi hatte viel Glück. Eine Notoperation rettete dem Kater das Leben. Er war in Winterfeld angeschossen worden.

Winterfeld. „Fritzi war total verstört. Er blutete stark aus einer Wunde am Oberschenkel“, berichtet Karin Lange der Altmark-Zeitung. Am Donnerstag, 5. März, kam der fünfjährige Kater so in die Wohnung der Winterfelderin.

„Ich war nur zwei Stunden nicht da“, ist Karin Lange auch jetzt noch traurig, denn der Kater wurde im Bereich der Lindenstraße angeschossen und überlebte nur knapp.

„Ich dachte nämlich zunächst, dass der Kater sich den Oberschenkel irgendwo aufgerissen hatte“, erzählt Karin Lange. Sofort machte sie sich mit ihrer Tochter und dem verletzten Stubentiger auf den Weg zum Tierarzt. Dort war schnell klar: Auf Fritzi wurde mit einem Luftgewehr geschossen.

Die Ärztin konnte die Wunde zunächst nur nähen, da bei einer Operation Muskeln und Sehnen schwer beschädigt worden wären. „Es gab die Hoffnung, dass sich die Kugel verkapselt“, sagt Karin Lange.

Dies geschah aber nicht. „Vergangene Woche fauchte Fritzi mich richtig an. Mir war klar, er hat wieder große Schmerzen. Zudem hatte er Blut im Urin“, berichtet Karin Lange. In einer Not-Operation wurde dem Kater das spitze Geschoss schließlich aus der Blase entfernt.

Karin Lange ist immer noch wütend über die Tatsache, dass auf einen wehrlosen Kater geschossen wird. „Da hätten ja auch Kinder spielen können“, meint die 61-Jährige.

Klar ist, dass der Vorfall nahe der Winterfelder Lindenstraße passiert sein muss. „Meine Nachbarin hat Fritzi am 5. März noch um 9 Uhr gesund und munter gesehen. Und ich war um 10 Uhr wieder zu Hause“, erklärt die Winterfelderin.

Karin Lange hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Bisher gibt es aber noch keine Ermittlungsergebnisse, erfuhr sie gestern im Salzwedeler Revier. Auf den Tierarztkosten bleibt die Katzenliebhaberin nun sitzen – bisher sind es 500 Euro. Auch heute ist Kater Fritzi noch scheu. Zumindest ist er aber wieder gesund.

Von David Schröder

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